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  • Wirtschaft Konzept im Verbandsgemeinderat diskutiert - 70 Prozent der Kaufkraft fließt ab

    Mehr Kaufkraft ausschöpfen: VG Loreley will weitere Standorte für Einzelhandel

    VG Loreley. Das für die Verbandsgemeinde Loreley erstellte Einzelhandelskonzept ist nach der Präsentation in den Ausschüssen nun erstmals im Verbandsgemeinderat diskutiert worden.

    Braubach gehört gemeinsam mit St. Goarshausen bereits zu den Grundzentren in der Verbandsgemeinde Loreley. Als weitere Standorte für den Einzelhandel kommen neben Kamp-Bornhofen auch der Bereich Bornich/Weisel sowie Dachsenhausen infrage.  Foto: Andreas Jöckel
    Braubach gehört gemeinsam mit St. Goarshausen bereits zu den Grundzentren in der Verbandsgemeinde Loreley. Als weitere Standorte für den Einzelhandel kommen neben Kamp-Bornhofen auch der Bereich Bornich/Weisel sowie Dachsenhausen infrage.
    Foto: Andreas Jöckel

    Sobald die Stellungnahme der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald in den kommenden Wochen vorliegt, könnte das Papier erneut im Hauptausschuss beraten und abschließend im VG-Rat beschlossen werden. Dann hätten die ausgewählten Kommunen die Möglichkeit, in ihren Flächennutzungs- und Bebauungsplänen entsprechende Räume für den Einzelhandel auszuweisen.

    Ergebnisse

    Die Ergebnisse des Konzepts Kürze: Derzeit fließt noch zu viel Kaufkraft aus der Verbandsgemeinde ab. Von insgesamt rund 100 Millionen Euro verbleiben nur 30 Millionen Euro (30 Prozent) in Betrieben innerhalb der VG. Wirtschaftsexperten sehen aber erst einen Wert von 80 Prozent als gut an, 60 Prozent sollten es mindestens sein. Demzufolge gibt es in der VG Loreley noch ausreichend Spielraum für weitere Ansiedlungen, ohne dass ein Standort dem anderen etwas wegnehmen würde. Oder aus Unternehmersicht: Eine Ansiedlung dürfte angesichts des unausgeschöpften Potenzials lukrativ sein. Mehr Kaufkraft dürfte vor allem im Bereich der Grundversorgung in den Sparten Lebensmittel und Drogerie zu erzielen sein.

    Potenzielle Standorte

    Neben den Städten Braubach mit zwei Discountern und St. Goarshausen mit einem Supermarkt als Grundzentren sieht die Studie vor allem Kamp-Bornhofen, den Bereich Bornich/Weisel sowie Dachsenhausen als weitere potenzielle Standorte. Laut Ortsbürgermeister Frank Kalkofen gibt es in Kamp-Bornhofen bereits Anfragen, den bestehenden Supermarkt von 800 auf 1060 Quadratmeter zu erweitern und einen neuen Drogeriemarkt sowie einen weiteren Markt (rund 1500 Quadratmeter)  zu bauen. Genau diese Vorhaben hatten auch die Erstellung des Konzepts ins Rollen gebracht. Denn laut Regionalplanung handelt es sich dabei um eine „Zielabweichung“, die genehmigt werden muss. Grundsätzlich erwartet die Landesplanung ein solches Konzept jedoch bereits seit der Fusion der Verbandsgemeinden Braubach und Loreley.

    Bedenken

    Ortsbürgermeister Gerhard Böhm (CDU) äußerte Bedenken wegen des erfolgreichen und genossenschaftlich organisierten Dorfladens in Osterspai, falls weitere Konkurrenz dazu entsteht. Doch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Werner Groß ist sich sicher, dass sich diese Bedenken aufgrund des großen Bedarfs im Laufe der Zeit zerstreuen werden: „Das Ergebnis der Studie zeigt doch sehr deutlich, dass unternehmerisches Handeln in den aufgezeigten Marktsegmenten durchaus sinnvoll sein kann.“ Im Umkehrschluss bedeute dies aber keinesfalls, dass die VG auf absehbare Zeit die verbleibende Kaufkraft überhaupt auf über 60 Prozent anheben könne. „Es soll nicht der Kuchen mehrfach verteilt werden. Es geht darum, wenigstens ein größeres Stück davon abzubekommen.“

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Aus dem Verbandsgemeinderat in Kürze

    Weitere Tagesordnungspunkte:

    • Eine „Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Einsparmöglichkeiten für den Bereich der VG-Werke“ wird gegründet. Dieser gehören je zwei Vertreter jeder Fraktion aus dem Werksausschuss sowie die Verwaltung an. Dem gemeinsamen Antrag von SPD und FWG/FBL stimmte der Verbandsgemeinderat mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der CDU zu. Die Antragsteller erhoffen sich, mithilfe der Arbeitsgruppe Einsparmöglichkeiten zu finden, um die Gebühren für Wasser und Abwasser im Griff zu behalten. Darüber könne in der Arbeitsgruppe schon beim Entstehen der Wirtschaftspläne für das kommende Jahr „auf Augenhöhe“ mit der Verwaltung diskutiert werden. Bürgermeister Werner Groß (CDU) und die CDU-Fraktion sehen genau diese Aufgaben klar beim bestehenden Werksausschuss angesiedelt und als erfüllt an.
    • Zur Einrichtung von Tempo 30 in der Brunnenstraße in Braubach erwartet die Verwaltung bis Ende März die Zustimmung des Landesbetriebs Mobilität.
    • Die Stundenzahl für die Koordinatorin der Flüchtlingsarbeit beim Dekanat Nassauer Land für die Verbandsgemeinden Nastätten, Loreley und Katzenelnbogen, Linda Selig, wird von 20 auf 32,5 Stunden erhöht. Die VG Loreley erhöht ihren Anteil dazu um 4000 Euro. Die Gesamtkosten sind durch die Integrationspauschale des Bundes gedeckt. aj
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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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