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  • Luftaufnahmen: Die Loreley bekommt bald ein neues Gesicht

    Mittelrhein. In drei Monaten wird das Gelände auf der Spitze des Loreleyfelsens neu gestaltet. Mit einem Drohnenflug haben wir den Istzustand auf dem Plateau noch einmal dokumentiert. 

    Von Andreas Jöckel (Text) und Jennifer de Luca (Video)


    Sie gilt als die Wiege des Tourismus in Deutschland, seit Clemens Brentano die Nixe erfand und Heinrich Heine 1824 das weltberühmte Gedicht verfasste. Die Loreley ist Sinnbild der Rheinromantik und mit rund 300.000 Besuchern jährlich ein zentraler Anziehungspunkt im Welterbe Oberes Mittelrheintal. In drei Monaten wird das Gelände auf der Spitze des Schieferfelsens neu gestaltet.

    Gebäude werden abgerissen

    Für etwa 6,2 Millionen Euro baut die Verbandsgemeinde Loreley die Spitze des Plateaus ab Mitte Oktober zu einem Landschaftspark nach den Plänen des Werkteams-Loreley um. Der Park soll den Mythos Loreley für Besucher erlebbar machen. Vom Bundesbauministerium gibt es für drei Bauabschnitte bis 2018 einen Zuschuss von insgesamt 5 Millionen Euro. In diesem Jahr stehen vor allem Abrissarbeiten an. Das bisherige Berghotel, ein Wohnhaus, die alte Turnhalle und der Neubau am ehemaligen Turner- und Jugendheim kommen weg.

    Erhalten bleiben allerdings der historische Gebäudeteil der Jugendherberge und der Gewölbekeller des Berghotels. Beides wird eine zentrale Rolle im künftigen Landschaftspark spielen. Die ehemalige Herberge wird zum Eingangsbereich mit Gastronomie, Shop und Tourist-Info, wofür weitere rund 1,4 Millionen Euro investiert werden sollen. Auf der rechten Seite dieses Gebäudes beginnt ein Schluchtenpfad als zentraler Zugang. Das Ende des "Canyons" führt an dem Kellergewölbe vorbei und gibt den Besuchern dann die weiten Ausblicke auf den Rhein frei.

    Schluchten- und Mythenpfad

    Auf dem rund drei Hektar großen Gelände zwischen Besucherzentrum und Felsspitze entsteht ein Park, in dem verschlungene Pfade zu fünf verschiedenen Infostationen führen, die Geschichte und Mythos Loreley erlebbar machen. Für Kinder soll es nahe der heutigen Jugendherberge einen Spielplatz mit speziellen Geräten geben, die den Mythos altersgerecht vermitteln. Für den krönenden Abschluss im Gesamtbild, den nach den Plänen des Werkteams leuchtende Kristalle auf den Infostationen bilden sollen, fehlen derzeit noch die Mittel. Doch die Lenkungsgruppe unter Federführung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hofft, die Finanzierung in den kommenden Jahren hinzubekommen. Für den Betrieb des Landschaftsparks ist die Gründung einer GmbH geplant, an der sich neben der VG Loreley und dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrhein auch Investoren beteiligen können.

    Freilichtbühne wird komplett erneuert

    Doch nicht nur das Felsplateau wird ab Herbst dieses Jahres komplett umgestaltet, auch die Loreley-Freilichtbühne wird inklusive Zeltdach für rund 4,5 Millionen Euro erneuert und den aktuellen Sicherheitsanforderungen angepasst. Die Arbeiten sollen bis zum Start der Sommersaison im Juni 2017 abgeschlossen sein.

    Webcam zeigt Arbeiten live

    Für echte Fans dürften sich also in den kommenden Jahren mehrere Besuche auf dem Loreley-Plateau lohnen. Ein Zugang zu einem oder mehreren Aussichtspunkten wird den Gästen durchgehend auch während der verschiedenen Bauphasen ermöglicht. Im Besucherzentrum sollen die Arbeiten mit Videos erläutert werden, eine Webcam der Koblenzer Kevag Telekom den aktuellen Stand der Arbeiten im Internet zeigen.

    Das ist nur der Anfang

    Für die Initiatoren um Innenminister Roger Lewentz, ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann und VG-Bürgermeister Werner Groß ist die Neugestaltung der Felsspitze aber erst der Auftakt, um die ganze Region touristisch aufzuwerten. Viele weitere Projekte sollen bis zur geplanten Buga 2031 folgen.

    Loreley-Freilichtbühne: Stahkonstruktion bald bereit fürs ZeltdachLoreley-Freilichtbühne: Kostenprognose steigt in erster Bauphase auf 5,6 Millionen EuroFotos: Stahlkonstruktion für das Zeltdach der Loreley-Freilichtbühne wächst weiterLoreley-Freilichtbühne: Das neue Zeltdach entstehtBlicke auf die Loreley im Wandel: Fotos von der unbebauten Felsspitzeweitere Links
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    Markus Eschenauer

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