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  • Lahnstein in Förderprogramm aufgenommen: Land steckt bis zu 20 Millionen Euro in Stadtumbau

    Lahnstein. Mit bis zu 20 Millionen Euro unterstützt das Land Rheinland-Pfalz den Umbau der Innenstadt von Oberlahnstein: Die Stadt Lahnstein wurde in das rheinland-pfälzische Förderprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen.

    Vertreter von Rat und Verwaltung nahmen den Förderbescheid aus den Händen von Innenminister Roger Lewentz (5. von links) in Empfang. Foto: Tobias Lui
    Vertreter von Rat und Verwaltung nahmen den Förderbescheid aus den Händen von Innenminister Roger Lewentz (5. von links) in Empfang.
    Foto: Tobias Lui

    Im Zeitraum von zwölf Jahren werden Maßnahmen des Stadtumbaus mit 80 Prozent gefördert. Mit einer so hohen Förderquote konnte man nicht unbedingt rechnen - entsprechend optimistisch blicken die Verantwortlichen von Politik und Verwaltung in die Zukunft. Innenminister Roger Lewentz überbrachte den Förderbescheid des Ministeriums persönlich an Oberbürgermeister Peter Labonte - der zeigte sich überzeugt, mithilfe des Programms ganz Lahnstein nach vorn bringen zu können.

    Ende Juni hatte die Stadt die Bewerbungsunterlagen für das Programm "Stadtumbau West" eingereicht und "dringenden städtebaulichen Entwicklungsbedarf" angemeldet. Es gebe "gravierende städtebauliche Missstände, die nur durch umfangreiche Stadtumbaumaßnahmen behoben werden könnten". Dadurch werde eine nachhaltige Möglichkeit zum Strukturwandel im Zentrum eröffnet.

    Stadtkerne sollen aufgewertet werden

    Ziel des Förderprogramms ist es, den Stadtkern von Oberlahnstein aufzuwerten. Bisher steht der Bereich zwischen dem Hafen im Norden, der Konrad-Adenauer-Straße im Süden, der Mittelstraße im Osten und dem Oberlahnsteiner Bahnhof im Westen als Fördergebiet zur Diskussion - die genaue Abgrenzung müssen Politik und Verwaltung aber noch festlegen. Voraussetzung ist zunächst die Erstellung eines sogenannten integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, das den Sanierungsbedarf festlegt. Damit wird ein externes Planungsbüro beauftragt. Die städtischen Gremien sind bei der Auftragsvergabe an das Büro mit involviert. Bis Ende 2017 sollte ein Konzept vorliegen, sagte Lewentz bei seinem Besuch in der Stadthalle. "Ich rate den Gremien also, nicht zu lange zu diskutieren."

    Der Minister machte deutlich, dass wesentlichster und auch kostenintensivster Teil des Förderprogramms der Bau einer kleinen Entlastungsstraße wird. "Diese ist die entscheidende Voraussetzung, um eine städtebauliche Entwicklung für die Stadtmitte erreichen zu können." Die Gesamtkosten der Maßnahme gliedern sich im Wesentlichen auf folgende Bereich:

    • Straßen (13 Millionen Euro)
    • Rheinufer (2 Millionen Euro)
    • Parkanlagen (1 Million Euro)
    • Bahnhofsbereich (0,8 Million Euro)
    • Gebäudesanierungen (2 Millionen Euro)

    Oberbürgermeister Peter Labonte versprach, "die Stadt im besten Sinne des Wortes umzubauen und zu verwandeln" und dankte Lewentz für dessen persönliche Unterstützung. "Denn eine 80-prozentige-Förderung ist alles andere als selbstverständlich und wie ein kleines Konjunkturprogramm für Lahnstein."

    Mit diesem Stadtumbauprogramm können wir den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung legen, von der alle Stadtteile profitieren werden.

    Auf diese Weise könne man die gute Entwicklung des Mittelzentrums fortsetzen - Labonte führte exemplarisch den Ausbau der Deines-Bruchmüller-Kaserne auf 2600 Dienstposten und die rund 300 neuen Wohneinheiten im Rheinquartier an. "Mit diesem Stadtumbauprogramm können wir den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung legen, von der alle Stadtteile profitieren werden", zeigte er sich überzeugt und sprach von "Freude und Verpflichtung zugleich". Klar sei, so der Stadtchef unmissverständlich, "dass ohne dieses Programm kaum eine der Maßnahmen für uns zu realisieren wäre. Weder der Neu- und Ausbau von Straßen, die Rheinufergestaltung, noch die Gebäudesanierung des Alten Rathauses."

    Durch den Stadtumbau West ergeben sich ganz neue Perspektiven, zeigen sich die Verantwortlichen überzeugt. Das Stadtentwicklungskonzept "Lahnstein 2030", an dem seit Monaten gearbeitet wird, soll - so hoffen sie - die perfekte Ergänzung bieten.

    Von unserem Redakteur Tobias Lui

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