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    NastättenGolfplatzpläne bleiben umstritten

    Das ehemalige Feriendorf im Schwaller Tal wird saniert. Hotel, Restaurant und Reitställe werden nach der Vorstellung von Architekt Christof Heil dort entstehen - und zwar als komplettes Freizeit- und Naherholungsgebiet (die RLZ berichtete).

    Deshalb wird auch die Frage nach dem geplanten Golfplatz wieder aktuell, der das Angebot im Schwaller Tal ergänzen könnte.

    Nur: Nach wie vor ist unklar, wie rasch die Planungen vorangehen können. Zudem hat das Projekt Kritiker - und wie die Entwicklung der Windkraftpläne in der VG vorangeht, ist auch unklar.

    Etwa 40 Hektar könnte die Anlage umfassen - die Fläche würde reichen für neun Bahnen plus eine Übungsanlage. Seit zwei Jahren wird über einen Golfplatz in diesem Dimensionen nachgedacht. Dass die Pläne momentan nicht vorangetrieben werden können, liegt nach Auskunft von Stadtbürgermeister Emil Werner nicht nur daran, dass viele der Flächen, die die Stadt in dem Gebiet besitzt, durch Naturschutzregeln blockiert seien. "Wir müssen auch abwarten, wie die Windkraftpläne weitergehen", sagt Werner.

    Denn falls Windräder auf dem Gebiet der Stadt gebaut würden, dann oft im Wald. Und das bedeute, dass andere Flächen zum Ausgleich aufgeforstet werden müssten. "Wir haben hier noch einige dicke Bretter zu bohren", meint der Bürgermeister vielsagend. Ob ein Golfplatz genehmigungsfähig ist, könne man darum noch nicht entscheiden. Für zu groß geplant hält Werner das Projekt indes nicht: "Was den Tourismus fördert, ist gut für uns", sagt er.

    Die abgelegene Lage sei kein Hindernis: "Die Frage ist doch, ob erst die Gäste da sein müssen und dann Hotels und Freizeitangebote. Ich denke, zuerst brauchen wir Angebote, dann kommen auch Gäste."

    Wenn man den Leuten erst etwas biete, könne man den Tourismus im Nastättener Raum auch wieder ankurbeln. Und zu solchen Angeboten könne auch der Golfplatz gehören.

    Als Berater hatte sich die Stadt vor zwei Jahren Richard Hölz ins Boot geholt. Der Holzhausener hat mehrere Golfplätze in Deutschland geplant und geleitet. Er sieht die Verwirklichung momentan "in sehr weiter Ferne", was auch am zur Verfügung stehenden Land liege.

    Dazu hat auch die Landwirtschaftskammer Koblenz eine klare Meinung: "Grundsätzlich sind solche Projekte mit hohem Flächenverlust verbunden", sagt Janhendrik Müller von der Kammer. Neben der Fläche für den Golfplatz müssten oft auch Ausgleichsflächen einberechnet werden.

    Und die Verluste gingen oft zulasten der Landwirtschaft, da oft Felder dazu genutzt würden. Müller fasst zusammen: "Ein Golfplatz würde den steigenden Druck auf die Landwirtschaft zusätzlich erhöhen."

    Von unserem Reporter Alexander Hoffmann

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