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  • Die Pläne für eine neue Loreley kommen bei Bürgern gut an

    Mittelrhein. Wie der neue Landschaftspark auf dem Loreleyplateau in einigen Jahren aussehen könnte, veranschaulichen Modelle und Bilder, die derzeit im Sport- und Gemeindezentrum in Bornich zu sehen sind.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Die Entwürfe zur Neugestaltung des Loreleyplateaus sehen vor, dass das Berghotel (links oben) einem Landschaftspark weichen muss. Der Hotelneubau des Investors Nidag ist eher auf dem Gelände oberhalb des Campingplatzes angesiedelt und vom Tal aus möglichst nicht zu sehen.
    Die Entwürfe zur Neugestaltung des Loreleyplateaus sehen vor, dass das Berghotel (links oben) einem Landschaftspark weichen muss. Der Hotelneubau des Investors Nidag ist eher auf dem Gelände oberhalb des Campingplatzes angesiedelt und vom Tal aus möglichst nicht zu sehen.
    Foto: Andreas Jöckel

    Es sind die vier Siegerprojekte aus dem städtebaulichen Ideenwettbewerb, von denen eines nun abschließend ausgewählt und schrittweise umgesetzt werden soll.

    Mehr als 250 Bürger waren zur Informationsveranstaltung anlässlich der Ausstellungseröffnung gekommen. Trotz berechtigter und kritischer Fragen aus dem Publikum gab es überwiegend starken Beifall für die Erläuterungen des Podiums mit der federführenden SGD-Vizepräsidentin Begoña Hermann, Landrat Frank Puchtler, Bürgermeister Werner Groß (VG Loreley), Ortsbürgermeisterin Karin Kristja (Bornich) und Stadtbürgermeister Heinz-Peter Mertens (St. Goarshausen).

    Spannung erzeugen

    Ziele des Ideenwettbewerbs waren, neue Anreize für Besucher des Plateaus zu schaffen und überhaupt den Mythos Loreley wieder erlebbar zu machen sowie einen Hotelneubau zu ermöglichen, ohne den Betrieb der Freilichtbühne zu behindern oder gar den Welterbestatus aufs Spiel zu setzen.

    Der Siegerentwurf sieht unter anderem auf dem Weg vom Parkplatz einen sechs Meter tiefen und vier Meter breiten Einschnitt in den Fels vor. Erst nach der verdunkelten, bedrückenden Atmosphäre dieses Durchgangs tritt der Besucher auf die Felsspitze mit dem einmaligen Rheinpanorama hinaus. Auf dem Gelände zum Ausblick gibt es außerdem große Kristalle, die im Dunkeln leuchten.

    Das Zweitplatzierte Projekt verfolgt eine ähnliche Idee, schlägt aber als vereinfachten Durchgang zur Felsspitze den ehemaligen Gewölbekeller des Berghotels vor. Allen Entwürfen gemeinsam ist, dass der Hotelneubau am anderen Ende des Plateaus, oberhalb des Campingplatzes vorgesehen ist, sodass er vom Tal aus nicht gesehen wird.

    Ein Verkehrskonzept für die Besucherströme vor allem bei Veranstaltungen der Freilichtbühne war nicht Gegenstand der Planungen. Das wird derzeit noch entwickelt.

    Grundsätzlich wären nun alle Voraussetzungen geschaffen, um sich für ein Modell zu entscheiden und das Planungsbüro mit der Umsetzung zu beauftragen. Denn im Lenkungsausschuss zum Projekt waren alle Institutionen von der Gemeinde bis zum Welterbehüter Icomos vertreten, die bei der Realisierung Mitspracherecht haben. Der Investor Nidag besitzt alle notwendigen Grundstücke im rund drei Hektar großen Umsetzungsbereich und will die erforderlichen öffentlichen Flächen zu dem Preis abgeben, den derzeit der Gutachterausschuss ermittelt.

    "Wer soll das bezahlen?"

    Doch, wie eine Besucherin berechtigt fragte: "Wer soll das bezahlen?" Sollte sich der Lenkungsausschuss für den Siegerentwurf entscheiden, dürften die bisher veranschlagten rund 7 Millionen Euro nicht ausreichen. Dennoch ist Begoña Hermann optimistisch, eine Finanzierung über die kommenden Jahre hinzubekommen. Zunächst wird die Verbandsgemeinde Loreley als Vorhabenträger auftreten müssen. Denn nur eine Gemeinde kann die erhofften speziellen Fördermittel des Bundesbauministeriums für Welterbestätten beantragen. Allein aus diesem Topf erhofft man sich zunächst rund 2,5 Millionen Euro. Weitere Mittel von Land und eventuell EU könnten hinzukommen.

    Wichtige Fragen noch offen 

    Neben der Finanzierung sind aber noch weitere wichtige Fragen offen: Wer betreut die Umsetzung über mehrere Jahre? Wer wird den Landschaftspark auf Dauer betreiben und unterhalten? Die hoch verschuldete Verbandsgemeinde Loreley wird dies allein nicht leisten können. Der Vorsitzende des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal und Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, ist dennoch zuversichtlich, dass das Projekt zu stemmen ist, wenn alle weiterhin an einem Strang ziehen: "Das ist eine einmalige Chance, die wir nutzen müssen!"

    • Die Ausstellung ist noch bis 5. März im Sport- und Gemeindezentrum in Bornich zu sehen: Freitag und Samstag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 16 Uhr, Montag von 10 bis 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Die Modelle gehen in den kommenden Monaten weiter auf Werbetour nach Mainz und nach Berlin in die ständige Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz.

    Fotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anArbeiten für Park laufen planmäßig: Pfade und Schlucht auf der Loreley entstehenweitere Links
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