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  • Die Loreley kämpft um den Wiederaufstieg - Neugestaltung des Plateaus beginnt bald

    Mittelrhein. Vor einem Jahr hatte es noch kaum jemand für möglich gehalten: Die Neugestaltung des Loreley-Plateaus wird voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen.

    Loreley Theresa Lambrich hat es sich schon mal am Modell ihres neuen Amtssitzes gemütlich gemacht. Die Neugestaltung der Felsspitze des Plateaus soll eine Initialzündung für weitere Projekte sein, die das Welterbe Oberes Mittelrheintal touristisch aufwerten. Foto: Andreas Jöckel
    Loreley Theresa Lambrich hat es sich schon mal am Modell ihres neuen Amtssitzes gemütlich gemacht. Die Neugestaltung der Felsspitze des Plateaus soll eine Initialzündung für weitere Projekte sein, die das Welterbe Oberes Mittelrheintal touristisch aufwerten.
    Foto: Andreas Jöckel

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Die Detailplanung für die ersten Bauabschnitte soll noch im September vorgestellt werden, mit 9 Millionen Euro Zuschüssen ist deren Finanzierung gesichert. Doch um das Siegerprojekt des Ideenwettbewerbs vollständig umzusetzen, wird noch mehr Geld in den Felsen fließen müssen.

    Das Wort Wiederaufstieg ist in aller Munde, als die Ausstellung mit den Modellen und Informationen der Wettbewerbssieger nach ihrer Tour über Mainz und Berlin im Kreishaus in Bad Ems eröffnet wird. Denn gerade hatte unsere Zeitung gemeldet, dass die Loreley als Attraktion für ausländische Touristen von Rang 8 auf 20 gefallen und damit sprichwörtlich aus der Bundesliga abgestiegen war. "Jetzt müssen wir erst recht den Ehrgeiz entwickeln", sagt Landrat Frank Puchtler. "Dabei ist wie im Fußball die richtige Einstellung die halbe Miete." Das neue Loreley-Plateau als Kristallisationspunkt sei dafür die richtige Initialzündung, um die Menschen im Welterbe Oberes Mittelrheintal zusammenzuschweißen. Die Zuschüsse über 5 Millionen Euro vom Bund und weitere 4 Millionen Euro vom Land seien bereits Riesenchancen, die nur noch zu Toren verwandelt werden müssen.

    Derzeit gibt es auf dem Plateau eine große Kluft zwischen Erwartungshaltung und Istzustand. "Die Besucher wollen, dass ihre Erwartungen an den Mythos befriedigt werden", sagt die Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Begoña Hermann. Doch die aktuelle Kulisse gibt den Gästen aus aller Welt kaum die Möglichkeit, in den Mythos Loreley einzutauchen. Als federführendes Mitglied der Lenkungsgruppe des Projekts macht Begoña Hermann gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, deshalb klar deutlich: Bei der Umsetzung wird am Konzept des Siegermodells vom Werkteam-Loreley festgehalten, das den Mythos Loreley völlig neu inszeniert und touristisch aufwertet. Die Idee basiert auf zwei Säulen: Vom Parkplatz zur Felsspitze werden die Besucher durch eine Felsspalte geführt, an deren Ende sich das breite Rheinpanorama eröffnet. Kontemplation und Mythos werden im mittig angeordneten Landschaftspark durch einen mäandernden Weg erfahrbar gemacht. Dieser verbindet verstreut angeordnete, kristallförmige Elemente, die Tag und Nacht unerwartete Überraschungen bieten.

    Zugriff auf die betreffenden Grundstücke hat die Verbandsgemeinde Loreley dank der Kooparationsbereitschaft des Hotelinvestors Nidag AG, der nach mehreren Jahren Planung nun der Umsetzung entgegenfiebert. Genau das ist laut VG-Bürgermeister Groß der Unterschied zu bisherigen Vorhaben auf der Loreley, die immer wieder gescheitert waren: "Die Pläne waren auch gut, aber nicht umsetzbar, weil der Zugriff auf das Gelände nicht möglich war. Wir haben jetzt einen guten Moment in der Geschichte unserer Region erwischt." Der Zeitplan des Projekts ist stramm: Die Detailplanung soll noch im September endgültig mit den Hütern der Welterbebelange bei Icomos und Unesco abgestimmt werden. Dann könnte der "Aufstiegskampf" der Loreley beginnen. Um tatsächlich das gesamte Konzept der Projektarbeitsgemeinschaft Werkteam-Loreley einschließlich der Kristalle umsetzen zu können, werden nach Informationen unserer Zeitung jedoch in den kommenden Jahren zusätzlich zu den bislang vorhandenen 9 Millionen Euro noch bis zu 4 Millionen Euro investiert werden müssen.

    Was die Platzierung der Loreley in den Top 100 der beliebtesten Attraktionen Deutschlands angeht, sieht Groß Rang 20 gelassen: "Die sind eigentlich alle 100 in der ersten Liga. Da aber gerade die Top Ten dieser Liste besonders beworben werden, muss es unser Bestreben sein, wieder unter die ersten Zehn zu kommen. Und ich bin mir sicher, bei der Umsetzung unserer Projekts wird dies gelingen."

    • Die Ausstellung ist noch bis 11. September im Kreishaus in Bad Ems zu sehen.

    Viele Faktoren im Spiel: Loreley-Freilichtbühne erhöht Fehlbetrag im HaushaltFotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anweitere Links
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