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  • BUND: Land soll Windkraftstandorte planen

    Rhein-Lahn. Der Ausbau der Windkraft muss auch im Rhein-Lahn-Kreis von der rheinland-pfälzischen Landesregierung gesteuert werden. Das fordert Matthias Boller, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Rhein-Lahn im Hinblick auf das in dieser Woche vorgestellte Landesentwicklungsprogramm IV (LEP IV).

    Neue leistungsstarke Windkraftanlagen sollen die alten ersetzen. Das trägt nach Einschätzung des BUND dazu bei, wertvolle Flächen zu schonen.
    Neue leistungsstarke Windkraftanlagen sollen die alten ersetzen. Das trägt nach Einschätzung des BUND dazu bei, wertvolle Flächen zu schonen.

    Rhein-Lahn - Der Ausbau der Windkraft muss auch im Rhein-Lahn-Kreis von der rheinland-pfälzischen Landesregierung gesteuert werden. Das fordert Matthias Boller, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Rhein-Lahn im Hinblick auf das in dieser Woche vorgestellte Landesentwicklungsprogramm IV (LEP IV).

    Nach Einschätzung Bollers sollten die Kommunen beziehungsweise Regionen Standortvorschläge mit einer Ertragsberechnung machen. Die Auswahl sei dann aber vom Land zu treffen. Die besten und ertragreichsten Standorte sollen nach Überzeugung Bollers zuerst genutzt werden.
    Grundsätzlich begrüßt der BUND den Ausbau aller regenerativen Energieanlagen, warnt aber vor einem zu hohen Flächenverbrauch für Windräder. Nach Einschätzung des BUND ist es deshalb zunächst vonnöten, ältere Anlagen auf den Stand der Technik zu bringen. „Mit dem sogenannten Repowering kann man die Leistung um das Drei- bis Fünffache steigern, indem kleine Anlagen durch größere ersetzt werden“, sagt Boller. Der Flächenverbrauch könne zudem niedrig gehalten werden, wenn vordringlich die besten Standorte genutzt werden. Boller fordert vier Klassifizierungen: Ausschlussstandorte, Standorte mit hohen Restriktionen, Standorte mit niedrigen Restriktionen und solche ohne Restriktionen. Gebaut werden könne dann in umgekehrter Reihenfolge – die Ausschlussfläche ausgenommen.
    Wie Ministerin Eveline Lemke (Grüne) in dieser Woche mitteilte, sollen als Ausschlussgebiete für die Windenergienutzung – anders als früher – nur noch Naturschutzgebiete, Kernzonen der Biosphärenreservate sowie Nationalparks festgelegt werden. Für den Rhein-Lahn-Kreis wichtig: Die Kernzonen der Unesco-Welterbegebiete Oberes Mittelrheintal und des Obergermanisch-Rätischen Limes bleiben ausgenommen. Selbst eine Ausweisung in den Pufferzonen der Welterbegebiete erfordert demnach eine gesonderte Prüfung, ob diese mit dem Status des Unesco-Welterbes vereinbar ist.
    Für den BUND bleibt auch die Energieeffizienz ein ganz wichtiger Faktor: „Wir müssen im Bereich der Energieproduktion und des Verbrauchs mindestens die gleiche Effizienz erreichen, wie wir dies mit der menschlichen Arbeitskraft tun. Statt Menschen sollten wir Gigawatt wegrationalisieren“, sagt Boller. Der Ressourcenverbrauch sei nicht aufrechtzuerhalten. „Wir müssen unseren Energieverbrauch den nachhaltigen Energieproduktionsmöglichkeiten unserer Regionen anpassen“, fordert der BUND-Kreisvorsitzende.
    In der Region wird der LEP IV-Entwurf positiv aufgenommen: „Ich hoffe, die angekündigten Maßgaben können und werden für die Verbandsgemeinde Diez Planungs- und Handlungsspielräume eröffnen“, sagt Michael Schnatz, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Diez. Die VG befinde sich geografisch in den vom Land genannten Konzentrationsbereichen. Die Verwaltung hat mittlerweile ein Fachbüro beauftragt, geeignete Standorte für Windkraftanlagen zu ermitteln. Auf dieser Grundlage soll die Flächennutzungsplanung neu aufgelegt werden.

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