40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RLZ Bad Ems/Lahnstein
  • » Buga-Freunde auf Tour: Ostein´scher Park zeigt Welterbe im Wandel
  • Aus unserem Archiv

    MittelrheinBuga-Freunde auf Tour: Ostein´scher Park zeigt Welterbe im Wandel

    Die Bundesgartenschau 2011 hat Koblenz verwandelt. Bis zur Buga 2031 soll sich das Welterbe Oberes Mittelrheintal verwandeln. Tatsächlich hat dieser Wandel mit der Neugestaltung des Kultur- und Landschaftsparks zum Mythos Loreley auf dem Felsplateau bereits begonnen. An anderen Stellen im Welterbe ist der Wandel seit einigen Jahren im Gange und trägt bereits Früchte: beispielsweise im Landschaftspark Niederwald in Rüdesheim.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Wie auch auf der Loreley gibt an den Hangkanten des Landschaftsparks Niederwald spektakuläre Ausblicke auf den Rhein. Zuvor werden die Besucher von einem Leitsystem auf dem Weg zum Niederwalddenkmal geführt und auf die bevorstehenden Erlebnisse eingestimmt. Foto: Andreas Jöckel
    Wie auch auf der Loreley gibt an den Hangkanten des Landschaftsparks Niederwald spektakuläre Ausblicke auf den Rhein. Zuvor werden die Besucher von einem Leitsystem auf dem Weg zum Niederwalddenkmal geführt und auf die bevorstehenden Erlebnisse eingestimmt.
    Foto: Andreas Jöckel

    Der Anfang dieses Jahres gegründete Verein Freunde der Buga 2031 hat sich deshalb diesen "Ostein'schen Park", der das Niederwalddenkmal umgibt, als erstes Anschauungsobjekt für sinnvolle Umgestaltung ausgesucht. Vorstandsmitglied Sara Scheer hatte dazu Dr. Inken Formann von der hessischen Verwaltung für Schlösser und Gärten als fachkundige Führerin eingeladen, die das Konzept bei einem Rundgang über das Gelände von der Seilbahn bei Assmannshausen bis zur Germania über dem Rhein erläuterte. 

    Romantische Grundlagen 

    Als die Schlösserverwaltung und Hessen-Forst sich 2010 zu dem über mehrere Jahrzehnte angelegen Projekt entschlossen, hatten sie das Glück, auf eine solide Grundlage zurückgreifen zu können, um die frühe Romantik auf den Pfaden durch die ausgedehnten Mischwälder bis zu den spektakulären Ausblicken auf den Rhein und des Niederwalddenkmals zu inszenieren. Denn der Park selbst ist seit über 200 Jahren ein Magnet für Anhänger der Romantik - sogar schon zu Zeiten, als diese eigentlich noch gar nicht erfunden war. Ab 1764 setzte Graf Ostein dort Kleinarchitekturen an den Hangkanten, die beim Betrachter verschiedene Stimmungen hervorrufen sollten. Die Wirtschaftsform des mehr als 300 Hektar großen Niederwalds, bei der Bäume für den Stockausschlag gefällt wurden, wonach die Stümpfe in mehrere Richtungen neu austrieben, lassen den Wald heute noch geheimnisvoll wirken - ein "Zauberwald".

    7,5 Millionen Euro investiert

    Die schroffe, dramatische Situation über dem Binger Loch wird durch eine düstere Ruinenarchitektur, die Rossel, verstärkt. Foto: Andreas Jöckel
    Die schroffe, dramatische Situation über dem Binger Loch wird durch eine düstere Ruinenarchitektur, die Rossel, verstärkt.
    Foto: Andreas Jöckel

    Dennoch hat die Schlösserverwaltung mittlerweile bereits rund 7,5 Millionen Euro investiert, unter anderem auch mit Mitteln des Bundesinvestitionsprogramms für Welterbestätten. Ein Großteil der Kosten nahm zwar das Besucherzentrum am Denkmal in Anspruch. Dennoch können die jährlich rund 1,3 Millionen Besucher mittlerweile auch historische Bauten wieder in ihrer ursprünglichen Form bewundern. Etwa die schroffe, dramatische Situation über dem Binger Loch, die durch die düstere Ruinenarchitektur, die Rossel, verstärkt wird. Oder die Zauberhöhle: Ein gemauerter, dunkler Gang muss zunächst vom Besucher bewältigt werden, bevor er in einen lichtdurchfluteten Rundbau tritt, von dem aus sich Ausblicke auf die Burg Rheinstein bieten.

    Leitsystem spiegelt die Umgebung wider 

    Ein Leitsystem führt die Gäste zu den Attraktionen und zum im 19. Jahrhundert erbauten Niederwalddenkmal. Die geschwungenen Säulen sind mit Spiegeln versehen und zeigen die Natur in ihrer Umgebung - eine Symbolik für die Selbstfindung des Menschen in der Natur. Darauf zu lesen sind auch historische Reisebeschreibungen, die Besucher auf die bevorstehenden Erlebnisse einstimmen. Alle Infos, die Reiseberichte als Audiodateien sowie Navigationsmöglichkeiten bietet die Smartphone-App "Niederwald". Wiedererkennbares Symbol auf Infopunkten und in der App ist dem alten Stammwappen der von Ostein nachempfunden und zeigt einen springenden Windhund. 

    Treff zum Thema Buga-Beirat: Denkfabrik fürs Welterbe könnte künftig auf dem Mittelrhein schippernBuga-Freunde 2031 sind jetzt gemeinnützig - Verein will Arbeit jetzt ausweitenMittelrheiner besuchen Buga-Baustellen für 2019: Heilbronn öffnet sich zum Neckar hinKommentar: Eine Region braucht dezentral ähnliche ProjekteFotos: Mittelrheiner auf Buga-Exkursion in Heilbronnweitere Links
    Bad Ems Lahnstein
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    Regionalwetter
    Montag

    14°C - 24°C
    Dienstag

    16°C - 26°C
    Mittwoch

    18°C - 30°C
    Donnerstag

    17°C - 28°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    epaper-startseite
    Anzeige