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  • Buga 2031: Machbarkeitsstudie soll dem Mittelrheintal den Weg weisen

    Mittelrhein. Die Bewerbung des Welterbes Oberes Mittelrheintal für die Buga 2031 soll in diesem Jahr zügig vorangebracht werden. Die im Dezember ausgeschriebene Machbarkeitsstudie wird am 27. Februar an einen Anbieter vergeben.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Kann eine Buga 2031 in der Kulisse des Oberen Mittelrheintals die Region aufwerten? Das soll eine Machbarkeitsstudie beantworten. Fotos: Andreas Jöckel
    Kann eine Buga 2031 in der Kulisse des Oberen Mittelrheintals die Region aufwerten? Das soll eine Machbarkeitsstudie beantworten. Fotos: Andreas Jöckel
    Foto: aj

    Das Endergebnis soll am 28. November in der Versammlung des Welterbe-Zweckverbandes vorgestellt werden, damit diese zeitnah eine abschließende Entscheidung über eine verbindliche Bewerbung treffen kann. Bis dahin sind in Abstimmung mit dem Zweckverband und unter Beteiligung der Öffentlichkeit zahlreiche Themenfelder zu beackern.

    Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Idee einer Buga 2031 im Welterbetal. Innenminister Roger Lewentz hatte sich über den einstimmigen Beschluss der Verbandsversammlung im Oktober für eine Bewerbung gefreut und im Dezember die erforderliche Machbarkeitsstudie ausschreiben lassen. Wenn der Auftrag vergeben ist, soll es in enger Abstimmung mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) Schlag auf Schlag gehen.

    Ein erstes Briefing soll am Aschermittwoch, 1. März, erfolgen. Die Auftragnehmer stellen ihr Konzept und den Zeitplan dann am Dienstag, 7. März, in der Zweckverbandsversammlung vor. Im weiteren Verlauf soll es mindestens drei Arbeitstreffen mit dem Zweckverband geben, um eine Organisations- und Finanzierungsstruktur für die Buga zu erarbeiten. Außerdem nehmen die Planer an zwei weiteren bislang terminierten Verbandsversammlungen am 28. Juni und 6. September teil, um den aktuellen Stand der Arbeiten zu präsentieren und für Diskussionen zur Verfügung zu stehen. Für die weitere Beteiligung und Information der Öffentlichkeit muss der Auftragnehmer ein geeignetes Konzept erarbeiten. Erwartet werden mindestens sechs offene Bürgerversammlungen (Workshops). Denkbar wären dazu unter anderem auch Interviews oder Umfragen.

    Laut Auftrag soll die Machbarkeitsstudie aufzeigen, wie durch die Buga im Welterbe ein ganzheitlicher Entwicklungsprozess angestoßen werden kann, der bei der Beseitigung der bestehenden infrastrukturellen, ökologischen und sozioökonomischen Probleme hilft. In einer 2016 erstellten Vorstudie wurden dazu bereits viele Ideen entwickelt. Nun geht es um die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung.

    Ein Raum- und Strukturkonzept soll aufzeigen, welche Impulse und Projekte die größte Priorität haben und mit welchen Impulsen die größtmögliche Entwicklung bewirkt werden kann. Dabei sollen mehrere Dinge in einen Kontext gebracht werden: Zum einen sollen die zeitgleichen Prozesse der Machbarkeitsstudie und eines Welterbe-Managementplans aufeinander abgestimmt werden, um Synergien zu finden. Zum anderen sollen die kommunalen Ergänzungsbeschlüsse, die beim Entscheidungsprozess für eine Buga-Bewerbung gefasst wurden, eingebunden werden. 

    Das Konzept zur Beteiligung soll nicht nur Bürgern ermöglichen, sich in Workshops einzubringen. Mithilfe eines begleitenden Gremiums sollen Zielgruppen wie Teens, Schüler, Auszubildende, junge Erwachsene, junge Eltern, Senioren, Gastronomie, Winzer oder Betriebe repräsentativ eingebunden werden. Hinzugezogen werden auch Experten zu Themen wie Wohnen, Tourismus, Baukultur, Veranstaltungskonzeption oder Schlechtwetter-Angebote.

    Das Ausstellungskonzept soll sich mit saisonalen gärtnerischen Darbietungen und mit einer "schwimmenden Gartenschau" auf das ganze Tal erstrecken. Für das zukunftsfähige Angebot müssen etliche Fragen beantwortet werden: Welche Ausstellungsbereiche werden zu welchen Konditionen ausgewählt? Welche Schiffstypen eignen sich etwa für eine Hallen- oder Gartenschau, eine Bühne oder ein "Rhein-Schwimmbad" im Rahmen der schwimmenden Buga? Wie können möglichst viele Angebote auch nach der Buga weiter genutzt werden? Neben der Loreley mit Freilichtbühne sollen weitere Veranstaltungsorte gesucht werden, die für mehr als 1000 Gäste geeignet sind. Da das Welterbetal bereits für einige Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen oder Tal total bekannt ist, stellt sich auch die Frage, wie diese ins Buga-Programm einbezogen werden können. Letztlich wird die Studie auch zeigen, ob es möglich ist, an jedem der rund 50 Orte im Welterbe mindestens eine attraktive Idee im Buga-Jahr umzusetzen.

    Im Bereich Stadtentwicklung wird herausgearbeitet, welche Orte als Impulsgeber aufgewertet werden müssen, und wie diese besser vernetzt werden können. Bei der Aufgabenstellung "Welterbe erleben" geht es unter anderem um die Weiterentwicklung des Welterbes durch die Buga und die Aufwertung der Kulturlandschaft mit Steillagen und Terrassen. Ein umfassendes Mobilitätsmanagement soll gewährleisten, dass Besucher schnell von Pkw- oder Bussammelstellen via A61 oder Bäderstraße sowie über die Bahnstrecken auf beiden Rheinseiten zu Veranstaltungsorten und zurück gelangen. Auch zwischen Höhenlage und Tal sollen neue Mobilitätssysteme installiert und dauerhaft betrieben werden. Bei Ticketing und Service sind vor allem die technologischen Trends im IT-Bereich bis 2031 zu beachten. Beim Thema Tourismus wird die Profilbildung eine große Rolle spielen: Wie kann das Buga-Marketing zu einem dauerhaften Welterbe- und Standortmarketing werden?

    Organisation und Finanzierung werden dann abschließend für Kommunen und Investoren interessant sein: Wer wird Träger (Durchführungs-GmbH) der dezentralen Buga? Was kostet diese? Wie wird diese mit Haushaltsmitteln, Fördergeldern, privaten Partnern und Einnahmen im Veranstaltungsjahr finanziert?

    • Die Vorstudie zur Buga 2031 ist einzusehen unter  www.ku-rz.de/buga2031vor
    • Die Projektsteuerung: Beteiligte am Buga-Prozess sind in erster Linie die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Mitgliedskommunen im Welterbe-Zweckverband. Das Innenministerium hat die Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, die dem Zweckverband als offizielle Buga-Bewerbung zur Verfügung gestellt wird. Beim Buga-Prozess sollen sich aber möglichst viele Bürger, Unternehmen, Winzer und Verbände einbringen können. Die Planer sollen deshalb auch eng mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten.
    • Der Zweckverband: Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal hat 59 Mitglieder. Neben den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen sind dies fünf Landkreise sowie 52 Städte, Verbands- und Ortsgemeinden mit unterschiedlicher Stimmengewichtung. Zu seinen Aufgaben zählen neben der Erhaltung des Welterbes auch dessen touristische Vermarktung und Weiterentwicklung. Dazu sind Gründungen privatrechtlicher Gesellschaften sowie Beteiligungen möglich. Bei der Vermarktung arbeitet der Zweckverband mit der Romantischer Rhein Tourismus GmbH zusammen.
    • Freunde der Buga 2031: Die Bürgerbewegung auf dem Weg zu einer Buga 2031 hat bereits mit einer Gründungsversammlung im Januar 2016 Fahrt aufgenommen. Mittlerweile zählt der Verein Freunde der Buga 2031 gut 100 Mitglieder. Interessenten, die ihre Ideen einbringen oder mitarbeiten möchten, sind willkommen. Informationen gibt es unter Telefon 6771/599445 oder per E-Mail an die Adresse info@bugafreunde2031.de
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