40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RLZ Bad Ems/Lahnstein
  • » Bürgerbeteiligung zur Buga 2031: Privates Engagement und Investment gefragt
  • Interview Bürgerbeteiligung zur Buga-Bewerbung für 2031 startet - Ideen für alle teilnehmenden Orte im Welterbe gesucht

    Bürgerbeteiligung zur Buga 2031: Privates Engagement und Investment gefragt

    Mittelrhein. Bei der Erstellung der Bewerbung für die Buga 2031 sind jetzt auch die Bürger gefragt. Beim Ideenmarkt am Samstag, 22. April, können sich Interessierte einbringen. Wir haben mit dem Landschaftsarchitekten Clas Scheele vom Büro RMP Lenzen, das die Machbarkeitsstudie zur Buga federführend betreut, über die Bürgerbeteiligung in den kommenden Monaten und darüber hinaus gesprochen.

    So gesehen gibt es schon erste Baustellen für die Buga 2031: Denn die weitere Stärkung des Loreley-Plateaus als Ankerpunkt ist ein zentrales Ziel. Derzeit wird nicht nur die Loreley-Freilichtbühne (Foto) saniert. Auf der Felsspitze entsteht ein Kultur- und Landschaftspark zum Mythos. Darüber hinaus spielt aber auch bürgerliches Engagement eine zentrale Rolle.  Foto: Andreas Jöckel
    So gesehen gibt es schon erste Baustellen für die Buga 2031: Denn die weitere Stärkung des Loreley-Plateaus als Ankerpunkt ist ein zentrales Ziel. Derzeit wird nicht nur die Loreley-Freilichtbühne (Foto) saniert. Auf der Felsspitze entsteht ein Kultur- und Landschaftspark zum Mythos. Darüber hinaus spielt aber auch bürgerliches Engagement eine zentrale Rolle.
    Foto: Andreas Jöckel

    Im Zuge der Vorstudie zur Buga 2031 haben Sie im vergangenen Jahr bereits einen Bürger-Workshop geleitet. Welche Ideen sind daraus bereits in das Vorab-Konzept eingeflossen?

    Der Bürgerworkshop im März 2016 war leider nur mäßig besucht. Die Teilnehmer waren dafür sehr engagiert und haben für den Talraum Hinweise zu den Themen Mobilität, Tourismus und Kultur, Natur und Landschaft sowie Orte, Baukultur und Infrastruktur wertvolle Hinweise gegeben. So wurden beispielsweise die sehenswerten Strukturen der oberen Stadtmauer von Oberwesel genannt, die weiter im Konzept untersucht werden. Das Wassertaxi als zentrales Element der Fortbewegung am Beispiel Amsterdam ist ebenso integriert wie die weitere Stärkung des Loreley-Plateaus als Ankerpunkt einer Buga. Zu guter Letzt wird sicher auch die Stärkung der Lahnmündung eine wichtige Rolle im Konzept spielen.

    Was erhoffen Sie sich darüber hinaus von dem Ideen-Markt? Gibt es besondere Themenbereiche, bei denen Sie auf die Mithilfe der Bürger angewiesen sind?

    Von dem Ideenmarkt erhoffen wir uns vor allem noch stärkere Ideen zu dem Ausstellungskonzept. Gerade die Idee, in alle 50 Gastgeberkommunen einen Veranstaltungs- oder Ausstellungsteil zu bringen, benötigt das Hintergrundwissen der jeweiligen Bevölkerung und wichtigen Local Playern. Die Problemlagen und Defizite in der Infrastruktur der Gebietskulisse hingegen sind hinreichend bekannt und können eher punktuell ergänzt werden. Darüber hinaus ist selbstverständlich auch die Identifizierung der Bürger mit der gesamten Welterbekulisse eine wichtige Intention gemeinsamer Veranstaltungen. Denn es wurde deutlich, dass nicht alle Bürger auch jede Kommune „Ihres“ Welterbegebietes wirklich kennen.

    Clas Scheele hofft auf eine rege Beteiligung der Bürger beim Workshop am 22. April.  Foto: RMP Lenzen Landschaftsarchitekten/Juliane Werner
    Clas Scheele hofft auf eine rege Beteiligung der Bürger beim Workshop am 22. April.
    Foto: RMP Lenzen Landschaftsarchitekten/Juliane Werner

    Geht es dabei auch um den eigenen Vorgarten oder eher um überregionale Konzepte, die dem ganzen Tal dienen?

    Die eigenen Vorgärten sind weniger Thema eines solch wichtigen überregionalen Konzeptes. Dennoch geht es um Zusammenhänge zu privatem Eigentum: Außenwirkung von Immobilien, Standorten und Infrastrukturen, die sich ohne privates Engagement und Investment im Rahmen und vor allem infolge einer Buga nicht verändern lassen. Es geht darum, durch das einzusetzende öffentliche Kapital Folgeinvestitionen auszulösen. Ob es dann darüber hinaus auch einen Wettbewerb für Privatpersonen unter dem Motto „Schöner Garten“ oder „Schöner Wohnen“ im Rahmen eines Veranstaltungsmanagements geben kann, wird sich zeigen.

    Wie soll der Workshop-Tag in der Rheinfelshalle in St. Goar genau ablaufen?

    Es wird zu Beginn einen wertvollen Input zu den Fragen geben, um die sich unsere Zukunft dreht. Hierzu hält Andreas Steinle von der Zukunftsinstitut Workshop GmbH einen Impulsvortrag. Dazu wird es dann Informationen zum Sachstand der Machbarkeitsstudie und bisher getroffenen Überlegungen geben. Bei einem gemeinsamen Imbiss werden diese Impulse vertieft und im Anschluss auf einem Ideenmarkt zu unterschiedlichen Fragestellungen und Informationen Externer – unter anderem der Freundeskreis der Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal – gemeinsam diskutiert. Wir erhoffen uns wie beschrieben wertvolle Beiträge und einen diskussionsreichen Tag, der dann gegen 16 Uhr enden wird.

    Der Verein Freunde der Buga 2031 hat bereits mehr als 100 Mitglieder. Wie wollen Sie diesen Teil der Bürgerbewegung in die Machbarkeitsstudie einbinden?

    Wie beschrieben wird der Freundeskreis fest in den Workshop eingebunden. Darüber hinaus wird ein Ideenaustausch über einen Beirat geplant, zu dem selbstverständlich auch Mitglieder des Freundeskreises gehören sollen. Anhand des Freundeskreises der Buga 2011 in Koblenz sieht man, welch hervorragende Arbeit sich mit einer solchen Bürgerbewegung verstetigen kann.

    Wie soll die Bürgerbeteiligung nach dem 22. April weitergehen, vielleicht auch über die Machbarkeitsstudie hinaus? Sind spezielle Arbeitsgruppen geplant?

    Infolge der Veranstaltung am 22. April sind zwei weitere Veranstaltungen am 13. sowie am 20. Mai geplant. Innerhalb dieser Veranstaltungen werden sowohl die Schwerpunktthemen dieses Start-Workshops vertieft als auch die konzeptionelle Arbeit gemeinsam diskutiert. Schließlich gilt es, ein Konzept bis zum Anfang des Sommers relativ fix zu haben, um dann die Themen Kosten und Finanzierung verlässlich abarbeiten zu können. Im Herbst soll es dann nochmals eine gemeinsame Veranstaltung geben, die den gesamten Talraum mit einbezieht. Lassen Sie sich hier überraschen und informieren sich fortlaufend über den Buga-Blog!

    Wie werden noch weitere Interessengruppen gehört beziehungsweise weiteres Know-how für die Studie eingeholt? Etwa bei Winzern, Gastgewerbe oder Touristikern?

    Gemeinsam mit dem Freundeskreis sollen besondere Interessensgruppen in einem Beirat zusammenarbeiten. Hierzu gehören neben den genannten Wirtschaftsbranchen aber auch die Gestalter unserer Zukunft: Schüler, Auszubildende oder auch junge Familien. Entsprechende Multiplikatoren dieser Interessengruppen gilt es, zu finden und in der ehrenamtlichen Institution des Beirates zu binden. Der Beirat wird dann in den fortlaufenden Arbeitsprozess eingebunden und soll über die Machbarkeitsstudie hinaus ein wertvolles Gremium und Kommunikator für die Interessen des Welterbegebietes werden.

    Die Fragen stellte Andreas Jöckel

    Buga-Workshop für Bürger

    Die Machbarkeitsstudie für die Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal läuft bereits. Interessenten, die sich dabei einbringen möchten, sind zum Start-Workshop für Bürger am Samstag, 22. April, von 11 bis 16 Uhr in die Rheinfelshalle in St. Goar eingeladen.

    Dabei geht es um zentrale Fragen: Wie soll sich unser Tourismus entwickeln? Wie soll unsere Heimat in 14 Jahren aussehen? Was kann eine Buga, und was kann sie bewirken? Wie können wir attraktiv für junge Leute werden? Wie wollen wir uns in Zukunft bewegen? Mit dabei sind Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut, die Autoren der Buga-Studie und Redakteure unserer Zeitung. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich.

    Puchtler: Mehr Kompetenz für das Welterbemanagement im Oberen MittelrheintalDritter Bürger-Workshop: Visionen zur Buga 2031 sollen Welterbe lange blühen lassenFotos: Impressionen vom dritten Bürger-Workshop zur Buga 2031Kulturerbe-Experte Metz: Ohne Begeisterung geht das nichtKommentar: Tolle Vorarbeit geleistetweitere Links
    Anzeige
    Anzeige
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    Regionalwetter
    Samstag

    15°C - 32°C
    Sonntag

    17°C - 32°C
    Montag

    18°C - 33°C
    Dienstag

    15°C - 28°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    epaper-startseite
    Rhein-Lahn-Zeitung.de bei Facebook
    Anzeige