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  • Zukunft von Kautex heißt Weberit

    Wissen/Oberlahr. Zum 1. August 2012 wird die Weberit Werke Dräbing Blasformtechnik GmbH die Nachfolge der Firma Kautex in Wissen antreten. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte, denn der neue Eigner, das Familienunternehmen Weberit Werke Dräbing GmbH aus Oberlahr, ist ebenfalls in der Kunststoffbranche tätig. Seit wenigen Wochen ist der Kaufvertrag unterschrieben, über Summen bewahren beide Seiten Stillschweigen.

    Wissen/Oberlahr - Zum 1. August 2012 wird die Weberit Werke Dräbing Blasformtechnik GmbH die Nachfolge der Firma Kautex in Wissen antreten. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte, denn der neue Eigner, das Familienunternehmen Weberit Werke Dräbing GmbH aus Oberlahr, ist ebenfalls in der Kunststoffbranche tätig. Seit wenigen Wochen ist der Kaufvertrag unterschrieben, über Summen bewahren beide Seiten Stillschweigen.

    Seit die Schließungsabsicht des Kautex-Mutterkonzerns Textron vor gut einem Jahr öffentlich wurde (die RZ berichtete), galt die größte Sorge dem Fortbestand der damals noch 170 Arbeitsplätze. Wie Annette Dräbing in einer Pressekonferenz mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Altenkirchen (WFG) bestätigte, werden 18 von derzeit noch rund 150 Mitarbeitern in die neue Firma übernommen. Somit können einige Sparten der Kautex-Produktion fortgeführt werden, im Wesentlichen Luftführungssysteme für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie deren Ersatzteilgeschäft. 30 von 40 Maschinen bleiben in Wissen, die Verwaltung wird in Oberlahr konzentriert.
    Hintergrund des Firmenkaufs ist die Enge am Standort Oberlahr. „Dort ist jeder Quadratmeter ausgenutzt“, sagt Annette Dräbing. Deshalb hat das Unternehmen für seine voll automatisierte Produktion schon 2006 eine Halle in Straßenhaus angemietet, hat die Abteilung Forschung und Entwicklung 2011 in ein eigenes Haus in Oberlahr ausgelagert und war gleichzeitig auf der Suche nach Expansionsmöglichkeiten. Parallel kurbelte die WFG die Vermarktung des Kautex-Geländes an, half bei der Erstellung eines Exposés durch das Wirtschaftsministerium. Als sich schließlich die Wege kreuzten, stand für die Dräbings der Entschluss schnell fest. „Es war ein bisschen wie zu Freunden zu kommen“, sagt Anette Dräbing, immer noch emotional gepackt. Es folgten sechsmonatige Verhandlungen, eine Phase, in deren Verlauf die gebürtige Altenkirchenerin auch die Kündigung vieler Kautex-Mitarbeiter miterleben musste. Die Übernahme der 18 Beschäftigten erfolgt gemäß Sozialplan. „Wir sind auf deren Know-how angewiesen“, sagt Annette Dräbing. Sie sieht den Kauf und die Teilübernahme als große Chance für alle, zumal sich dadurch womöglich Türen öffnen, nicht nur für Zulieferfirmen zu arbeiten, sondern direkt für die Automobilhersteller. Dafür nehme man auch die schlechtere Verkehrsanbindung in Kauf.
    Nachdem WFG-Geschäftsführer Berno Neuhoff Weberit als „Mittelständler mit ganz hohem Innovationsgrad“ vorgestellt hatte, dankte Bürgermeister Michael Wagener den Dräbings für das Vertrauen in den Standort Wissen. Nicht zum ersten Mal sei die Stadt mit einer Werkschließung und dem Verlust vieler Arbeitsplätze konfrontiert gewesen. Er verglich die jetzige Lösung mit der Ansiedlung der Spedition Brucherseifer auf dem alten Walzwerkgelände. Es sei ein Glücksfall, dass der Traditionsstandort erhalten bleibe. „Ein Stück weit kommt Kautex zurück zu den Wurzeln“, sinnierte Wagener und sagte den neuen Eignern volle kommunale Unterstützung zu.

    Wer ist Weberit? 1951 erfolgte die Gründung der Weberit Werke GmbH in Oberlahr. Lange Zeit war das Kunststoffunternehmen für die Produktion von Gummistiefeln aus Weich-PVC bekannt. 1967 kam die Produktion tauchgeformter Kunststoffteile hinzu, etwa Schutzkappen oder Werkzeuggriffe. 1993 hat Norbert Dräbing den Betrieb in Oberlahr gekauft und seither gemeinsam mit seiner Frau Annette als Weberit Werke Dräbing GmbH kontinuierlich ausgebaut, zum Beispiel im Sektor Spritzgießen. Heute ist das mittelständische Unternehmen Spezialist in den Bereichen Entwicklung, Werkzeugbau und Produktion von technischen Kunststoffteilen. Seit Ende 2008 erfolgt gezielte Entwicklungs-arbeit im Automobil-Leichtbau. In Oberlahr erwirtschaften 70 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen) und fünf Azubis einen Jahresumsatz von neun Millionen Euro. elm

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