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  • Wird AK-Land zur Windkraft-Region?

    Kreis Altenkirchen. Während die rot-grüne Landesregierung am Dienstag erläuterte, dass sie zur Energiewende mehr Windräder im Norden haben will, sind Planer dort schon lange aktiv. Sie haben die Mittelgebirgslandschaft für ihre Windräder neu entdeckt. Höhenlagen ab 400 Meter mit guter Windausbeute versprechen interessante Erträge. So verwundert es nicht, wenn derzeit bald jeder Höhenzug in der Region als Standort für Windräder in der Diskussion oder bereits von Projektentwicklern „besetzt“ ist. Addiert man die derzeitigen Überlegungen, so kommt man auf rund 100 neue Windräder auf den Höhenzügen, vor allem im Oberkreis.

    Der Kreis Altenkirchen wird zur Windkraftregion, wenn die Pläne von Investoren umgesetzt werden. Bisher gibt es nur den Windpark bei Gebhardshain. Doch weitere, vor allem im Oberkreis, sollen folgen.
    Der Kreis Altenkirchen wird zur Windkraftregion, wenn die Pläne von Investoren umgesetzt werden. Bisher gibt es nur den Windpark bei Gebhardshain. Doch weitere, vor allem im Oberkreis, sollen folgen.
    Foto: Markus Döring

    Kreis Altenkirchen - Während die rot-grüne Landesregierung am Dienstag erläuterte, dass sie zur Energiewende mehr Windräder im Norden haben will, sind Planer dort schon lange aktiv. Sie haben die Mittelgebirgslandschaft für ihre Windräder neu entdeckt. Höhenlagen ab 400 Meter mit guter Windausbeute versprechen interessante Erträge. So verwundert es nicht, wenn derzeit bald jeder Höhenzug in der Region als Standort für Windräder in der Diskussion oder bereits von Projektentwicklern „besetzt“ ist. Addiert man die derzeitigen Überlegungen, so kommt man auf rund 100 neue Windräder auf den Höhenzügen, vor allem im Oberkreis.

    Was davon einmal verwirklicht wird, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nur ein Beispiel: Im Bereich des Hellerhöhenweges bei Daaden waren 15 Windräder angedacht. Doch der Einflugbereich des Siegerlandflughafens führte zu einer Reduzierung auf zwei oder drei Windräder. Und die müssen erst noch genehmigt werden. Am Dienstag, 31. Januar, 19 Uhr, wird im Bürgerhaus in Biersdorf über diese Windräder informiert. Was im Oberkreis so alles angedacht ist:
    Mudersbach: sechs bis acht Windräder im Bereich Giebelwald.
    Brachbach: zwölf Windräder Nähe der Kreuzeiche.
    Offhausen/Windhahn: fünf Windräder.
    Herdorf: 15 Windräder.
    Daaden/Hellerhöhenweg: drei Windräder.
    Daaden/Stegskopf: sechs bis acht Windräder. Dort ist aber erst einmal die Prüfung als Naturschutzgebiet angesagt.
    Alsdorf/Elkenroth: 21 Windräder im Bereich Arsberg in Richtung Elkenroth. Jade Naturenergie aus Norddeutschland ist hier in Gesprächen mit Haubergsgenossenschaften und Waldinteressenten aus Alsdorf, Elkenroth, Kausen, Molzhain und Steineroth. Erste Entscheidungen der Haubergsgenossen zur Verpachtung stehen an. So am Dienstag in Alsdorf. Drei-Megawatt-Windräder mit Nabenhöhen bis zu 140 Meter sind in der Diskussion. Die Windräder werden einen Durchmesser von über 100 Meter haben. Pro Windrad ist eine jährliche Pacht von rund 40 000 Euro und mehr in der Diskussion – vermutlich über 20 Jahre. Pro Windrad samt Nebenanlagen wird mit einer Investition in Höhe von rund 5 Millionen Euro gerechnet. Vier der Windräder werden auf Alsdorfer Gebiet stehen. Der Rest befindet sich auf Gebiet der VG Gebhardshain. Dort müsste der Flächennutzungsplan geändert werden, um die Windräder zu genehmigen. Jade Naturenergie plant bereits die Windparks bei Mudersbach und Brachbach.
    Oberdreisbach: drei Windräder.
    Elkenroth: vier oder fünf Windräder. Dort überlegen drei Ortsgemeinden, in Eigeninitiative Windräder zu bauen. Das könnte gutes Geld für die Gemeinden bringen. Aber es müsste erst einmal auch kräftig investiert werden. Erste Schritte bereitet der Rat Elkenroth in der Sitzung am 8. Februar dafür vor.
    Hatzfeldtsche Wälder: 20 Windräder sind dort ein theoretischer Oberwert. Denn der Waldbesitzer geht einen anderen Weg, wie Dr. Franz Straubinger erläutert. Schon lange arbeite man mit den Verbandsgemeinden Wissen und Kirchen zusammen. Vier mögliche Standorte für Windparks habe man ermittelt. Nun gehe es darum, dass die Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden entscheiden, ob dort etwas planerisch möglich sein soll.
    Derzeit stehen im Oberkreis lediglich Windräder bei Gebhardshain (sieben) und wenige bei Oberdreisbach. Zu sehen sind aus dem AK-Land mehr Windräder. Vier bei Kundert, Windpark bei Höchstenbach und Windräder auf dem Neunkhausener Plateau sind Beispiele. In den kommenden Jahren könnte sich das Landschaftsbild mit den Windrädern auf den Höhenzügen stark verändern.Andreas Neuser

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