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    WillrothWillrother fordern Ampel für mehr Sicherheit: LBM sieht keine Notwendigkeit

    Wer zu Berufsverkehrszeiten die B 256 überqueren will, muss nicht nur schnell sein, sondern auch über gute Nerven verfügen.

    Zu Berufsverkehrszeiten sieht die B 256 in Willroth anders aus: Dann reiht sich Auto an Auto und macht ein Überqueren der Straße schwer. Foto:
    Zu Berufsverkehrszeiten sieht die B 256 in Willroth anders aus: Dann reiht sich Auto an Auto und macht ein Überqueren der Straße schwer.
    Foto:

    Von unserer Redakteurin Susanne Schneider

    Für gewöhnlich rollt nämlich eine wahre Blechlawine durch den Ort; ein Auto reiht sich an das andere. Das hohe Verkehrsaufkommen liegt auch daran, dass die Bundesstraße eine wichtige Verkehrsader ist, welche die Kreise Altenkirchen und Neuwied verbindet und vor allem von Pendlern frequentiert wird.

    Zwar gibt es mehrere Fahrbahnteiler, die eine Überquerung der Bundesstraße erleichtern sollen, aber selbst diese sind nicht ganz ungefährlich. "Wenn eine Mutter mit ihrem Kind an der Hand und Kinderwagen auf der Fahrbahnquerung steht, während auf beiden Spuren Lkws vorbeidonnern, wird einem angst und bange", sagt Ortsbürgermeister Richard Schmitt. Aus diesem Grund wollen die Willrother auch eine Fußgängerampel. "Diese würde für wesentlich mehr Sicherheit sorgen", ist Schmitt überzeugt.

    Das sieht der Landesbetrieb Mobilität (LBM) gänzlich anders. Ein subjektives Gefühl von Gefahr reiche nicht als Begründung für die Errichtung einer Fußgängerampel aus, teilt der LBM auf RZ-Anfrage mit. Vielmehr "ist die Beurteilung einer Notwendigkeit einer Fußgänger-Lichtsignalanlage in den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen geregelt", heißt es weiter. Zwar treffen einige Voraussetzungen auf die örtlichen Gegebenheiten zu, wie beispielsweise, dass Fußgängerüberwege nur innerhalb geschlossener Ortschaften und auf Straßenabschnitten mit einer durchgängig zulässigen Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 Stundenkilometer erlaubt sind, eine wesentliche Voraussetzung ist laut dem LBM allerdings nicht erfüllt. Das Hauptargument der Behörde ist, dass der Bedarf einer Fußgängerampel nicht gegeben sei. Demnach überqueren zu wenige Fußgänger die B 256 - die Richtlinie sieht unabhängig von der Verkehrsbelastung mindestens 50 Fußgänger pro Stunde, welche über die Straße gehen, vor. Bei der vergangenen Zählung wurde dieser Wert jedoch nicht erreicht.

    Für Ortsbürgermeister Schmitt ist die Aussagekraft solcher Ergebnisse aber fraglich. "Ich bin mir sicher, dass manche Bürger eine Überquerung der Bundesstraße bewusst vermeiden, eben weil es so gefährlich ist", meint Schmitt. Insbesondere für Kinder und ältere Menschen, die etwa auf eine Gehhilfe angewiesen sind, kann die Bundesstraße ein nahezu unüberwindliches Hindernis darstellen. "Mir haben schon Eltern erzählt, dass sie ihre Kinder lieber mit dem Auto zum Spielplatz fahren, anstatt zu Fuß zu gehen - und das nicht aus Bequemlichkeit", berichtet Schmitt.

    In der Tat trennt die B 256 den Ort in zwei Teile. Wer aus der Garten- oder Grubenstraße zum Sportplatz, Dorfgemeinschaftshaus oder Spielplatz möchte, dem steht die viel befahrene Verkehrsader im Weg.

    Besonders ärgert den Ortschef die als ungleich empfundene Behandlung. "Auf der Gierenderhöhe ist eine Fußgängerampel aufgestellt worden, warum also nicht auch bei uns? Liegt es an den unterschiedlichen Zuständigkeiten?" In Oberhonnefeld-Gierend ist nämlich nicht der LBM Diez zuständig, sondern der LBM Cochem. Laut Aussage der Behörde spielen die Zuständigkeiten keine Rolle, sondern lediglich die in der Richtlinie geforderten Werte.

    Wirklich trösten kann auch nicht die Aufnahme der Ortsumgehung Willroth in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Denn bis es tatsächlich so weit ist, dass der Verkehr um den Ort herum geführt wird, können noch einige Jahre ins Land gehen. Ortsbürgermeister Schmitt will daher auch nicht die Flinte ins Korn werfen: "Wir werden uns mit der Absage nicht einfach zufriedengeben."

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