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    KirchenVG-Chef Stötzel macht Dampf beim Tourismus

    Wie geht es weiter mit dem Tourismus in der Verbandsgemeinde Kirchen? Dampf in dieser Frage macht jetzt VG-Bürgermeister Jens Stötzel, der seit Jahren bestrebt ist, den Fremdenverkehr von der VG-Verwaltung aus für die komplette VG zu betreuen und professioneller zu gestalten als bislang.

    VG-Chef Jens Stötzel.
    VG-Chef Jens Stötzel.
    Foto: Peter Seel

    Von unserem Redakteur Peter Seel

    Doch zuerst müssen die Ortsgemeinden und die Stadt Kirchen zustimmen, diese Aufgabe ans Rathaus abzugeben. Da hapert es. Mit einer Pressemitteilung wendet sich Stötzel an die Ortsbürgermeister von Mudersbach und Niederfischbach, von wo die Entscheidung seit über einem Jahr immer noch aussteht.

    Einstimmig hatte der VG-Rat am 23. Juni 2015 beschlossen, dass die Verbandsgemeinde bereit ist, den Tourismus zu übernehmen und die Aufgaben dazu, schreibt Stötzel, "die von überörtlicher Bedeutung sind, wahrzunehmen und insbesondere ein einheitliches Tourismuskonzept für die VG mit entsprechendem Marketing aufzubauen". Stötzel: "Aus den Räten in Brachbach, Friesenhagen, Harbach sowie der Stadt Kirchen liegen zwischenzeitlich Entscheidungen vor - mit durchaus unterschiedlicher Sichtweise auf die Thematik. Offen hingegen sind noch Stellungnahmen in Mudersbach und Niederfischbach." Mit Blick auf die in Kürze beginnenden Haushaltsplanberatungen für 2017 fordert der Verwaltungschef auch von diesen beiden Gemeinden "endlich abschließende Entscheidungen".

    Stötzel meint: "Es war Zeit genug. Beiden Ortsbürgermeistern, Maik Köhler in Mudersbach und Matthias Otterbach in Niederfischbach, liegen seit über einem Jahr Beschlussvorlagen der Verwaltung zur Thematik vor. Beide haben das Thema in ihren Räten aber bisher noch nicht einmal auf die Tagesordnung gesetzt. Auch für alle anderen Gemeinden stockt dadurch der gesamte Prozess: Alle hängen in der Luft, und wir kommen keinen Schritt voran."

    Stötzel selbst sieht ein großes, längst nicht erschöpfend genutztes Potenzial im Kirchener Tourismus; Wandern und Radfahren seien ein gesellschaftlicher Trend: "Dafür muss sich die VG nach außen hin viel besser darstellen."

    Und er wirft Mudersbach und Niederfischbach vor, dem "Produkt Tourismus" in ihren diesjährigen Haushalten zusammen nicht einmal 500 Euro vorgesehen zu haben: "Das ist viel zu wenig", so Stötzel, "der Tourismus darf nicht an Gemeindegrenzen haltmachen. Bei dem Thema müssen wir endlich weg vom Kirchturmdenken. Wenn wir die Menschen aus dem Raum Köln/Bonn, dem Ruhr- oder dem Rhein-Main-Gebiet ernsthaft nach hier holen und davon in unseren Gemeinden auch nachhaltig profitieren wollen, brauchen wir eine gute und überregionale Vermarktungsstrategie für unsere Verbandsgemeinde." Deutlich appelliert Stötzel nochmals für eine Aufgabenübertragung von der gemeindlichen Ebene auf die der Verbandsgemeinde.

    Niederfischbachs Ortsbürgermeister Matthias Otterbach begründet die abwartende Haltung seines Rats so: "Unser Hauptgrund, das haben wir im VG-Rat oft gesagt, ist das Bund-Länder-Förder-Programm 'Ländliche Zentren', das in Niederfischbach, Mudersbach und Brachbach derzeit umgesetzt wird. Da gibt es einiges, das in Richtung Tourismus geht. Bevor das nicht alles geklärt ist, hat es keinen Sinn, Stellen im neuen Haushalt der VG festzuschreiben, die von den Ortsgemeinden finanziert werden müssen." Danach wolle man sich mit den Ortsbürgermeistern besprechen, welcher Weg der bessere ist: Tourismus über die VG Kirchen zu steuern oder eventuell mit anderen zusammenzuarbeiten, etwa mit Westerwald-Tourismus. Otterbach weiter: "Aber wenn die Fraktionen im Rat Niederfischbach das Thema per Antrag auf die Tagesordnung setzen, werde ich das natürlich tun."

    Dem stimmt Maik Köhler zu: "Auch wir in Mudersbach müssen uns zuerst mit dem Strategiepapier des Förderprogramms beschäftigen. Darin stehen wichtige Aspekte und Vorschläge, die berücksichtigt werden sollten, bevor man eine Grundsatzentscheidung zum Thema Tourismus fällt."

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