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    Raus in die Westerwälder Natur: Doch auch ein pflegeleichter Garten macht Arbeit

    Kreis Altenkirchen. In der Natur grünt, wächst und blüht es. Die Sommerzeit ist jene Zeit, in der Gartenfreunde voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Doch das Gärtnern hat sich gewandelt. „Die Tendenz geht zum pflegeleichten Garten. Natur- oder Bauerngärten gibt es in der Region leider nur noch sehr wenige.

    Das Gärtnerpaar Jörina und Jörg Deimling in ihrem Staudengarten. Auch wenn der Garten vergleichsweise pflegeleicht ist: Ganz ohne Arbeit geht es aber auch hier nicht.  Foto: Beate Christ
    Das Gärtnerpaar Jörina und Jörg Deimling in ihrem Staudengarten. Auch wenn der Garten vergleichsweise pflegeleicht ist: Ganz ohne Arbeit geht es aber auch hier nicht.
    Foto: Beate Christ

    Die Menschen wollen in ihrem Garten mehr genießen und weniger arbeiten“, stellt Anke Holschbach vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Roth fest. Beregnungsanlagen oder Rasenmäherroboter seien deshalb gefragt. Passend dazu würden sich immer Menschen auch eine pflegeleichte Gartengestaltung mit immergrünen Pflanzen wünschen.

    „Wir leben in einer Zeit, in der es sich die Menschen gerne zu Hause schön und gemütlich machen. Dazu gehört auch der heimische Garten. Viele Gartenliebhaber schaffen sich heimelige und natürliche Lebensräume“, konstatiert Jörg Deimling. Der Gärtnermeister und Garten- und Landschaftsbauer aus Astert ist Vorsitzender der Regionalgruppe Westerwald (nördliches Rheinland-Pfalz) im Landesverband der Garten- und Landschaftsbauer.

    Gleichzeitig stellt er aber auch fest: „Der Mensch bewegt sich leider von der Natürlichkeit weg“. Immer häufiger würden sich Schotterbeete und Gabionen in Vorgärten wiederfinden. Doch die vermeintlich pflegeleichte Gestaltung mit Kies und Co. sei gar nicht so pflegeleicht, wie viele Menschen vermuten. Das Gegenteil ist der Fall: „Die Natur holt sich irgendwann ihren Raum zurück“, weiß der Experte. Wie in der Mode kommen seinen Erfahrungen nach auch immer wieder bestimmte Trends in der Gestaltung von Gartenanlagen zurück.

    „In den 1970er-Jahren hatten wir schon einmal eine Zeit, in der Kiesgärten beliebt waren“, meint Deimling. Doch gerade in solchen Gärten sieht er eine Gefahr. „Es ist doch erschreckend, dass schon 80 Prozent unserer Insektenarten ausgestoben sind. Es bedarf dringend natürlicher Flächen“.

    Und deshalb empfiehlt er einen gesunden Mix aus Stauden, Gehölzen, Gras- und Wiesenflächen in Verbindung mit natürlichen Materialien. Das kommt nicht nur der Natur zugute, sondern schafft laut Deimling auch eine Wohlfühlsituation für Geist und Sinne. Für Familien mit Kindern sei ein Naschgarten mit Johannis- oder Erdbeeren zu empfehlen. So könnten Kinder auch schon die Abläufe in der Natur kennenlernen. „Ganz ohne Arbeit geht es aber nie“, meint Deimling. „Damit es nicht in Stress ausartet“, darauf macht seine Frau Jörina aufmerksam, „sollte man seine Ansprüche nicht zu hoch hängen. Es darf auch schon mal von selbst etwas wachsen“. Und: „Viele Menschen machen sich unnötig Arbeit, in dem sie beispielsweise Sträucher zu häufig schneiden. Die wachsen oftmals nach dem Schnitt viel stärker nach“.

    Leicht und überschaubar zu pflegen seien ihrer Meinung nach Hochbeete. „Ein Hochbeet ist schnell unkrautfrei und man hat in kürzester Zeit Erfolg und Ertrag“, sagt die Gärtnerin. „Wir legen derzeit auch sehr viele Kräuterbeete an“, berichtet Anke Holschbach. Auch sie sieht hierbei die Hochbeete in der Beliebtheitsskala weit vorn.

    Bei blühenden Pflanzen setzen ihrer Erfahrung nach übrigens viele Hobbygärtner ganz klassisch auf die Rose. „Rosen sind immer in Mode“, weiß Holschbach. Auch beliebt seien Sommerflieder, Azaleen oder Hortensien. Für die Gärtnerin gehört aber auch unbedingt das beruhigende Plätschern von Wasser in einen Garten. „Da reicht oftmals schon ein Quellstein aus“, sagt Holschbach. Auch sie hält nichts von Steinwüsten und setzt eher auf heimische Pflanzen.

    Von unserer Reporterin Beate Christ

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