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    SiegenProminenz aus Politik und Kirche in Siegen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint Gefallen an unserer Region zu finden. Vor einem Jahr war sie auf Wahlkampftour in Betzdorf, am Samstag hielt sie eine Festrede in Siegen. In der Siegerlandhalle feierte der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) mit rund 1000 Gästen sein 60-jähriges Bestehen.

    Alt-Bundespräsident Roman Herzog umrahmt von Blazer und Kostüm in violett und pink: Kanzlerin Angela Merkel (links) und Herzogs Gattin Alexandra Freifrau von Berlichingen unterhalten sich am Samstag in der Siegerlandhalle in Siegen.
    Alt-Bundespräsident Roman Herzog umrahmt von Blazer und Kostüm in violett und pink: Kanzlerin Angela Merkel (links) und Herzogs Gattin Alexandra Freifrau von Berlichingen unterhalten sich am Samstag in der Siegerlandhalle in Siegen.
    Foto: Claudia Geimer

    Siegen - Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint Gefallen an unserer Region zu finden. Vor einem Jahr war sie auf Wahlkampftour in Betzdorf, am Samstag hielt sie eine Festrede in Siegen. In der Siegerlandhalle feierte der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) mit rund 1000 Gästen sein 60-jähriges Bestehen.

     


    So viel Prominenz aus Politik und Kirche erlebt die Siegerlandhalle nicht alle Tage. Kameras und Blitzlichtgewitter eines großen Medienaufgebots richteten sich neben der Kanzlerin auf Alt-Bundespräsident Roman Herzog sowie die Bundesminister Wolfgang Schäuble und Norbert Röttgen, frisch im NRW-Landtagswahlkampf. In der ersten Reihe hatten auch die Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht, und der Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, sowie sein Vorgänger im Amt, Altbischof Wolfgang Huber, Platz genommen. Zu den geladenen Gästen gehörten auch die Landräte Paul Breuer (Siegen-Wittgenstein) und Michael Lieber (Altenkirchen).
    „Ich freue mich, dass diese Veranstaltung im Siegerland stattfindet“, so Merkel in ihrer Festansprache. Sie erinnerte an die Gründungsversammlung des EAK vor 60 Jahren, 1952, in Siegen. Damals sei ein bewusstes Signal an die Protestanten gesetzt worden, dass sie in der CDU/CSU willkommen sind. „Evangelische Verantwortung“ in Politik und Gesellschaft sei das Leitmotiv – „das gilt für Deutschland, Europa und die Welt“. Merkel selbst war 1992/93 Vorsitzende des Arbeitskreises. „Ich war damals schockiert, dass ich dieses Amt übernehmen sollte“, erzählte die Kanzlerin rückblickend und fügte auf ihre direkte und humorvolle Art hinzu: „Aber, es ist gut gegangen. Es war ja auch nur ganz kurz.“
    Merkel sprach von Pragmatismus bei politischen Entscheidungen: „Die Bibel ist kein Handbuch für Politik.“ Die Kanzlerin betonte aber auch: „Der Glaube ist der Kompass.“ Sie finde es „beruhigend“, das es eine „sinnstiftende, höhere Macht“ gibt. Merkel rief Politiker zur Demut auf: „Das letzte Wort hat Gott.“
    Der Evangelische Arbeitskreis ist eine Sonderorganisation der Unionsparteien, die alle evangelischen Mitglieder von CDU und CSU vertritt. Derzeit zählt der EAK bundesweit mehr als 203 000 Mitglieder.
    Die Glückwünsche der Evangelischen Kirche in Deutschland überbrachte Präses Nikolaus Schneider. Der EKD-Ratsvorsitzende konnte sich zunächst ein Wortspiel nicht verkneifen. Schon in Chorälen sei zu lesen: „Jesus hilft siegen – das hören die Siegener gerne und sicher auch Norbert Röttgen.“ Doch, um die Neutralität zu waren, fügte Schneider, sinngemäß, ein Losungswort hinzu: „Der Herr schicke seinem Volk Kraft.“ Man müsse alles mit Humor und Gelassenheit nehmen, so Schneider. Der Präses würdigte in seiner Festrede die Leistung des EAK: „Er ist eine Instanz, der darauf achtet, dass politisches Handeln auf der Grundlage christlicher Werte erfolgt.“ Dies sei vor dem Hintergrund wissenschaftlichen Fortschritts, Schneider verwies hier auf die Stammzellenforschung, nicht immer einfach. „Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes und sein Ebenbild“, betonte der Ratsvorsitzende.
    Bundesumweltminister Norbert Röttgen überbrachte in seiner Funktion als Landesvorsitzender der CDU in NRW ein Grußwort. Geht es nach dem Willen der Union, sprach in Siegen der zukünftige Ministerpräsident. Röttgen bezeichnete das protestantisch geprägte Siegerland als eine „glaubwürdige Heimat“ des EAK. Siegen sei vor 60 Jahren als Gründungsort nicht zufällig auswählt worden. Der CDU-Spitzenkandidat nutzte natürlich sein „Heimspiel“, um die Unionsmitglieder im Saal auf die Wahlen am 13. Mai einzuschwören: „Ich werde an Ihrer Seite kämpfen, um dann gut zu regieren.“ Bundeskanzlerin Merkel brach von Siegen wieder nach Berlin auf. Denn dort musste ja am gestrigen Sonntag bekanntlich ein neuer Bundespräsident gewählt werden. Claudia Geimer

    Altenkirchen Betzdorf
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