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    KirchenMotocross im Giebelwald: Reiterin stürzt schwer

    Immer wieder sorgen Motocrossfahrer in den heimischen Wäldern für Schäden und Ärger. Am Sonntag hat sich offenbar wegen der knatternden Maschinen im Giebelwald ein folgenschwerer Unfall mit Pferd und Reiterin ereignet.

    Im Giebelwald hat sich am Sonntag offenbar ein folgenschwerer Reitunfall ereignet.
    Im Giebelwald hat sich am Sonntag offenbar ein folgenschwerer Reitunfall ereignet.
    Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

    Das Tier scheute, weil sich plötzlich aus zwei Richtungen Motorräder näherten. Die Reiterin stürzte und verletzte sich derart schwer, dass sie zwei Tage im Krankenhaus verbringen musste.

    Die Pferdebesitzerin hat den Vorfall der Polizei gemeldet. Nora Elena Peter selbst war nicht dabei, als der Unfall passierte. Die 27-Jährige wohnt derzeit in der Nähe von Gießen. Ihr Pferd hat sie im Reitstall Bender in Euteneuen untergebracht. Um das Tier kümmern sich zeitweise Bekannte, mit denen die Eigentümerin eine sogenannte Reitbeteiligung vereinbart hat.

    Bandscheibenvorfälle, Blutergüsse und Prellungen

    Eine der Bekannten ist Steffanie Würden aus Betzdorf. Die 33-Jährige, eine erfahrene Reiterin, ist am Sonntagmorgen unweit von Euteneuen unterwegs, als plötzlich von vorn und von hinten jeweils eine Motocrossmaschine vorbeidonnern. „Das Pferd hat sich total erschreckt und wir kamen bedrohlich dicht an einen Abhang", berichtet sie. Die Reiterin stürzt. Der Wallach galoppiert daraufhin in Panik zum Stall zurück, bleibt aber unverletzt. Schlimmer erwischt es Steffani Würden: Sie verletzt sich schwer, schleppt sich zu Fuß zum Hof zurück und muss schließlich ins Krankenhaus nach Kirchen gebracht werden. Diagnose: zwei Bandscheibenvorfälle, mehrere Prellungen und Blutergüsse sowie eine Fußverletzung. Am Dienstag erst wurde sie wieder aus der Klinik entlassen.

    Die Polizei Betzdorf bestätigt auf RZ-Nachfrage, dass ihr der Vorfall gemeldet wurde. Sobald die Geschädigte wieder halbwegs auf den Beinen sei, werde man mit ihr zum Ort des Geschehens fahren, um den Unfall aufzunehmen. Ob die Fahrer der Crossmaschinen, die nicht nur illegal im Wald unterwegs waren, sondern offensichtlich auch Unfallflucht begangen, ermittelt werden können, scheint indes fraglich: An den Motorrädern waren keine Kennzeichen angebracht. So liegen letztlich nur Beschreibungen der Helme vor.

    Fahrer bleiben meist unerkannt

    Dass Motocrossräder im Forst längst zu einer Dauerplage geworden sind, bestätigt Revierleiter Michael Szostak: „Das ist ein enormes Problem. Überall im Giebelwald und im Höhwald sieht man die Schäden, die sie zurücklassen. Die fahren kreuz und quer, auch durch junge Pflanzenbestände und durch Quellbereiche." Gerade jetzt, wo es viele Jungtiere gibt, würden die Waldbewohner durch den knatternden Lärm massiv gestört. Problem: „Sie kriegen diese Leute nicht zu fassen. Die Maschinen haben keine Kennzeichen, die Fahrer Helme auf – die zeigen dir den Stinkefinger und sind auf und davon."

    Nora Elena Peter berichtet, dieser sei bereits der zweite folgenschwere Unfall dieser Art im Giebelwald: „Im Sommer 2012 gab's eine ähnliche Situation. Dabei erschrak das Pferd so sehr, dass es hinfiel und sich am Hinterlauf einen Sehnenabriss im Fesselgelenk zuzog. Heute kann es sich nur noch sehr eingeschränkt bewegen. Die Schmerzen konnten ihm zum Glück durch eine OP genommen werden. Doch wenn wir ehrlich sind, lebt es nur noch, weil die Tierliebe seiner Besitzerin grenzenlos ist." Auch damals wurde Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, berichtet Peter. „Leider verliefen die Ermittlungen im Sand."

    Die Reitfreunde wollen mit dem Thema nun in die Offensive gehen. „In erster Linie in der Hoffnung, die Täter zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen", sagt Peter, „aber auch um Spaziergänger, Hundehalter und Fahrradfahrer darauf aufmerksam zu machen, damit nicht noch mehr Menschen- und Tierleben gefährdet werden." Daniel Weber

    Altenkirchen Betzdorf
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