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    "Flucht" in die Sonne nur bedingt möglich

    Kreis Altenkirchen - Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Selbst Johann Wolfgang von Goethe hätte angesichts des Schmuddelwetters in der Region auf seine Empfehlung gepfiffen und sich gesagt: bloß weg von hier! Der herbstliche und mit viel Regen dekorierte Sommer zwingt Sonnenanbeter förmlich zur Flucht – auch auf den letzten Drücker. Darüber freuen sich natürlich die heimischen Reisebüros, obwohl die Möglichkeit, sich in südlichere Gefilde auf und davon zu machen, mit dem nahenden Ende der Ferien immer eingeschränkter wird.


    Gut 30 Prozent mehr Anfragen im Vergleich zu zurückliegenden Jahren für ein schnelles „Bis Bald“ hat Monika Eudenbach-Müller vom gleichnamigen Reisebüro in Altenkirchen in den vergangenen Wochen registriert. „Sehr stark nachgefragt sind Ziele in Spanien wie Mallorca und die Kanaren sowie in der Türkei“, zitiert sie Wünsche ihrer Kunden, die sich jedoch nicht immer erfüllen lassen. Flüge und Hotels seien sehr stark gebucht, „ein optimales Schnäppchen gibt es nicht.“ Sie selbst bricht eine Lanze für Griechenland, „wohin ich auch schon viele Gäste vermittelt habe“. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimme, sie selbst habe auf der Insel Samos gerade erst einen wunderschönen Urlaub mit Temperaturen von bis zu 36 Grad verlebt. „Ich habe trotz der aktuellen Finanzkrise keine Ressentiments gespürt, obwohl wir aus Deutschland kamen. Die Inseln sind ganz einfach ein Refugium der Seligen“, wirbt Eudenbach-Müller vehement für eine Auszeit auf den Eilanden rund dem Peloponnes.
    In den City-Reisebüros Betzdorf und Herdorf sind die Wünsche, kurzfristig der Tristesse am heimischen Himmel den Rücken zu kehren und der auch wirklich strahlenden Sonne entgegenzudüsen, gar um bis zu 40 Prozent gestiegen. „Vor allem Kunden, die Nord- und Ostsee, aber auch Österreich gebucht hatten, suchen händeringend nach warmen Alternativen“, beschreibt Christine Groth von der Betzdorfer Niederlassung. Die Ziele mit der höchsten Nachfrage seien das Mittelmeer mit den Balearen und Griechenland, die Kanaren und Nordafrika mit Tunesien. Die Kehrseite der Medaille: „Es ist sehr schwierig, wirklich noch ein freies Plätzchen zu finden“, weiß Groth. Die Fluggesellschaften hätten die Zahl der Flüge aufgrund der Buchungslage zu Beginn der Saison zurückgeschraubt, „und so schnell können sie ihre Kapazitäten nicht erhöhen“. Eine Entspannung und damit eine größere Auswahl erwartet Groth erst Ende August.
    „Das wenige, was noch da ist, wird teuer verkauft“, erklärt Hans Nußbaum vom First Reisebüro in Altenkirchen, „Last Minute findet derzeit nicht statt.“ Vor dieser Konstellation ergäben sich Probleme, Kunden überhaupt eine Reise zu verkaufen. Da das Budget oft gedeckelt sei, stimme das nicht mit den Vorgaben des Marktes überein. Ergo muss Nußbaum gezwungenermaßen Reisewillige ziehen lassen, ohne dass sie eine Bestätigung für eine Abkehr vom Herbst in der Tasche haben. Dennoch freut er sich über ein Nachfrageplus von 10 bis 15 Prozent. Spitzenreiter unter den Zielen, die gerne angesteuert werden, seien Spanien und die Türkei, „bei Griechenland bedarf es ein wenig Überredungskunst, gar nicht angenommen werden Ägypten und Tunesien“. Die Erinnerungen an die Aufstände sind halt immer noch allgegenwärtig.
    Gudrun Burchard vom Holidayland-Reisebüro in Wissen kann sich über Arbeit in diesen Tagen nicht beklagen. „Zum Glück haben wir alle Kunden wegbekommen, obwohl es mit einem riesigen Aufwand verbunden ist“, schildert sie ihre Erfahrungen, die sie auch in konkrete Zahlen fassen kann: „Rund 30 bis 40 Prozent mehr Nachfragen.“ Vor allem Flugreisen stünden hoch im Kurs. Aber auch die Niederlande mit eigener Anreise verkauften sich ganz gut. Bei den klassischen Sonnenzielen nennt sie natürlich die Balearen, die Türkei und die Kanaren. Weniger im Fokus stehe Ägypten, weil da oft nicht mehr als reines Strandvergnügen möglich sei. Volker Held

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