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    ElkenrothEnde des Zivildienstes hat für Schule bislang keine Folgen

    Weil der Zivildienst abgeschafft wurde, sorgte sich Rektor Jürgen Kötting von der St. Martin-Grundschule in Elkenroth (Kreis Altenkirchen), dass die Bewerberzahlen für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an der Schule zurückgehen könnten. Denn es wurde anstelle des Zivildienstes anerkannt. Doch die Befürchtungen haben sich bis jetzt nicht bestätigt. „Wir haben genügend Bewerbungen für das kommende Schuljahr", berichtet der Schulleiter.

    Elkenroth - Weil der Zivildienst abgeschafft wurde, sorgte sich Rektor Jürgen Kötting von der St. Martin-Grundschule in Elkenroth (Kreis Altenkirchen), dass die Bewerberzahlen für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an der Schule zurückgehen könnten. Denn es wurde anstelle des Zivildienstes anerkannt. Doch die Befürchtungen haben sich bis jetzt nicht bestätigt. „Wir haben genügend Bewerbungen für das kommende Schuljahr", berichtet der Schulleiter.

    Ein FSJ – das ist wohl im Sinn des Namenspatrons, des hilfsbereiten St. Martin. Mario Schönberger (20) aus Elkenroth und Björn Bender (19) aus Kausen sind die derzeitigen guten Geister in Elkenroth. Die Mädchen und Jungen der Klasse 3a haben die jungen Männer jedenfalls in ihr Herz geschlossen. Als die beiden an diesem Morgen den Klassenraum betreten, schnellen die Finger in die Höhe. Jeder hat einen Platz neben sich für sie frei.

    Im Schuljahr 2008/2009 und 2009/2010 absolvierten die ersten beiden jungen Frauen ihr freiwilliges soziales Jahr an der Schule. Mario und Björn sind nun im laufenden Schuljahr 2010/11 die Kandidaten drei und vier. Ihr Vertrag läuft bis Ende Juli dieses Jahres. Beide wollen anschließend Lehramt studieren. Das Jahr bietet ihnen die Chance, einen Eindruck von dem Beruf zu bekommen. Vom Unterrichtsbeginn bis Unterrichtsende begleiten sie die Lehrer in die Klassen. Sie schauen nicht nur zu, sondern bringen sich ein: Mia braucht Hilfe in Mathe, Leon beim Schreiben. Nach Schulschluss sind Mario und Björn in der Mittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe dabei. Anschließend verteilen sich die Schüler auf die einzelnen Arbeitsgemeinschaften.

    Auch die beiden angehenden Lehrer leiten AGs. Amateurkicker Mario – er spielt beim SV Hildburg Elkenroth – bietet eine Fußball- und eine Ballspiel-AG an. Björn, Kampfsportler beim SV Struthütten, weiht in seinem Kurs die Kinder in die Kunst der Selbstverteidigung ein. „Hier arbeiten sie selbstständig und machen das recht gut", lobt Rektor Kötting. Seit einem Jahr ist er der Leiter der Elkenrother Grundschule. Die Schule profitiert davon, sagt er: „So, wie sich die beiden engagieren, sind sie eine große Entlastung." 204 Mädchen und Jungen besuchen die Grundschule in Elkenroth, 80 die Ganztagsschule. „Das ist ein guter Schnitt." Kötting ist froh, dass sich zwei junge Männer für das freiwillige soziale Jahr an einer Grundschule interessiert haben. Denn bekanntlich sind Männer an Grundschulen unterrepräsentiert. In Elkenroth ist das nicht anders. .„Mario und Björn sind wichtige Ansprechpartner für die Jungs", hat der Rektor beobachtet.

    In den Ferien steht für die Absolventen Fortbildung auf dem Stundenplan. Mario und Björn haben bereits Seminare zu Themen wie Medienpädagogik, Theaterpädagogik sowie Konfrontationspädagogik und Rhetorik besucht. Themeninhalte waren unter anderem der Einsatz von Computern im Unterricht, Rollenspiele im Unterricht sowie Tipps zur Konfliktlösung. Doch am meisten Spaß macht den beiden die Arbeit vor Ort in der Schule. Positiv bewerten sie, dass das Kollegium mitzieht und sie rund um den Unterricht in den Klassen eins bis vier einbindet.

    Björn hat sogar richtig Feuer gefangen. Eigentlich wollte er Geschichte und Philosophie auf Lehramt studieren. Doch nun will der 19-Jährige auch Grundschullehrer werden, mit den Schwerpunkten Deutsch und Ethik. Mario möchte weiterhin später Sport und Erdkunde an einem Gymnasium unterrichten. „Ich möchte Wissen vermitteln und der Umgang mit Menschen liegt mir", sagt der 20-Jährige. Björn interessiert sich für den Beruf, seit er in der zehnten Klasse „einen coolen Lehrer" hatte, der nicht den gängigen „Stereotypen" entsprochen habe. „Er war offen, locker, einfach anders."

    Kötting sieht die beiden durch das soziale Jahr gut vorbereitet. „Sie gehen mit eigenen Erfahrungen ins Studium. Das haben sie vielen Kommilitonen voraus", sagt er. Beide würden hautnah miterleben, was es bedeute, in der Rolle des Lehrers vor einer Klasse zu stehen und auch, welche Belastungen der Beruf mit sich bringe. Mario und Björn nicken zustimmend. Das freiwillige soziale Jahr an der Elkenrother St. Martin-Grundschule hat beide, sagen sie, „in unserer Berufswahl bestärkt."

    Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer

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