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  • Drei Straßen in Oberasdorf: Ausbaupläne stoßen auf wenig Begeisterung

    Niederfischbach. Seit Jahren, sagt der Niederfischbacher Ortsbürgermeister Matthias Otterbach besorgt, macht der Rat des Ortes bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Kirchen Druck, damit sich das Bauamt endlich um die Erschließung von drei Straßen im Ortsteil Oberasdorf kümmert. Hier seien Lindenweg, Schladenweg und Hofweg in desolatem Zustand, sagt Otterbach. Dringend müsse eine erstmalige Erschließung erfolgen. Das sehen die meisten Anwohner hier allerdings anders.

     

    Im Niederfischbacher Ortsteil Oberasdorf rückt der Ausbau von drei Straßen in den Blickpunkt: Im Lindenweg soll nach dem Willen der Ortsgemeinde möglichst bald die erstmalige Erschließung erfolgen, doch nicht alle Anwohner sind damit einverstanden.
    Im Niederfischbacher Ortsteil Oberasdorf rückt der Ausbau von drei Straßen in den Blickpunkt: Im Lindenweg soll nach dem Willen der Ortsgemeinde möglichst bald die erstmalige Erschließung erfolgen, doch nicht alle Anwohner sind damit einverstanden.
    Foto: Peter Seel

     

    Von unserem Redakteur Peter Seel

    Eine "erstmalige Erschließung", wie es im Behördendeutsch heißt, wird an einer Straße normalerweise erledigt, bevor die Häuslebauer anrücken und ihre Heime errichten. Stimmt, sagt Otterbach - aber in Oberasdorf sei vor Jahrzehnten, als die Straßen angelegt wurden, kein ordentlicher Ausbau erfolgt, sodass die Straßen heute in keiner Weise mehr dem neusten Stand der Technik entsprechen. Es fehlen Unterbau, Randsteine, Wasserführungen. "Damals wurde sozusagen nur Teer auf den Untergrund geschmiert", spitzt es Otterbach zu. "Aber wir als Ortsgemeinde stehen in der Verkehrssicherungspflicht. Da muss bald was passieren."

     

    Seit Jahren, sagt Otterbach weiter, werde die überfällige Maßnahme von Haushaltsplan zu Haushaltsplan verschoben, statt sie umzusetzen. Daher hat er die Erschließung in Oberasdorf neulich auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt. Als Nächstes soll das Thema im Ortsgemeinderat vorgestellt werden. Der soll dann die Verbandsgemeindeverwaltung in Kirchen beauftragen, die Erschließungsbeiträge zu ermitteln, die die Anwohner bei einem Komplettausbau der Straßen zu übernehmen hätten. Des Weiteren müssen noch Grundstücksfragen geklärt sowie eine Ausschreibung an den Start gebracht werden. "Die Wintermonate", erläutert Otterbach, "sind die beste Zeit, bei den Baufirmen günstigste Angebote herauszuholen. Dann hätten wir gute Chancen, den Ausbau für 2017 auf den Weg zu bringen. Ansonsten verschiebt sich das Ganze bis 2018 oder 2019." Darüber hinaus ergibt zu bedenken, dass die Straßen mit jedem neuen Winter weitere Schäden davontragen.

     

     

    Vor dem Baustart müssen sich drei Instanzen der VG Kirchen abstimmen: die Verbandsgemeindewerke, die neue Wasserleitungen und Abwasserkanäle verlegen sollen, das Bauamt und die Beitragsabteilung, die festlegt, wie viel jeder Anwohner für den Ausbau vor seiner Haustür berappen muss.

     

    Die Oberasdorfer aber sehen das Thema zum großen Teil ganz anders: Die RZ hörte sich an einigen Haustüren um, und da hieß es immer wieder: Wir brauchen keinen Ausbau. Und in der Tat sehen die Straßen, oberflächlich betrachtet, gar nicht so marode aus - bis auf das oberste Stück im Schladeweg, das nicht einmal geteert ist. Doch selbst dort sind die Anwohner zufrieden. "Die meisten hier", erklärt etwa Elke Schneider aus dem Hofweg, "wollen keinen Ausbau. Für uns ist das so in Ordnung. Das ist doch alles nur Geldschneiderei." Und sie führt aus, dass die Straßendecke vor 10 oder 15 Jahren überholt wurde und auch neue Kanäle verlegt worden seien. "Da haben wir schon kräftig bezahlt. Hier möchte keiner noch mal bezahlen - da gibt es in Niederfischbach schlimmere Straßen, die gemacht werden müssten."

     

    Niederfischbachs Ortschef indes hat bereits eine Anwohnerversammlung im Visier. Da sollen dann Vertreter der VG-Verwaltung vortragen, wie tief die Leute an den drei Sträßchen für den Ausbau in die Tasche greifen müssen.

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