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  • Bahnhof Betzdorf: Schweißen der Schienen ist Fall für Spezialisten

    Betzdorf. Bei den umfangreichen Bauarbeiten rund um den Bahnhof Betzdorf geht es gut voran. "Die Arbeiten sind im Zeitplan", sagt der zuständige Projektleiter der Bahn, Benjamin Lück. Rund 1400 Betonschwellen werden für die Erneuerung der Gleise 105 (300 Meter), 106 (260 Meter) und 107 (300 Meter) verlegt.

     

    Bevor die Schienen beim Thermit-Schweißverfahren dauerhaft zusammengefügt werden, müssen diese mit einer Gasflamme entsprechend vorgewärmt werden. Dafür fährt Vorarbeiter Stefan Pung in der Nähe der Schweißstelle mehrfach mit einer Art „Gas-Draisine“ entlang.
    Bevor die Schienen beim Thermit-Schweißverfahren dauerhaft zusammengefügt werden, müssen diese mit einer Gasflamme entsprechend vorgewärmt werden. Dafür fährt Vorarbeiter Stefan Pung in der Nähe der Schweißstelle mehrfach mit einer Art „Gas-Draisine“ entlang.
    Foto: Markus Döring

     

     

     

    Von unserem Mitarbeiter Markus Döring

    Die neuen Bahnschienen müssen an ihren Enden zusammengeschweißt werden. "Das sogenannte Thermit-Schweißverfahren ist Präzisionsarbeit und eine Sache für Spezialisten", erklärt Bauleiter Jan Krautwald von der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) der beauftragten Firmen KAF Falkenhahn aus Kreuztal und Hering aus Burbach.

    Bevor die 60 Meter langen Schienen zusammengeschweißt werden, müssen ihre Enden genau ausgerichtet werden. "Da ist die Toleranz maximal 0,3 Millimeter", erläutert Vorarbeiter Stefan Pung. Gar nicht so einfach bei den tonnenschweren Schienen. Eine kleine Herausforderung stellte dabei in Betzdorf der Übergang von alten Schienen auf die neuen dar. An einer solchen Stelle könne die Ausrichtung schon mal etwas länger dauern, so Vorarbeiter Pung. Die Lücke zwischen den Schienen-Enden, die das Schweißgut später schließen wird, misst immerhin 25 Millimeter.

    Stimmt die Ausrichtung, werden spezielle Formen an den zu verbindenden Stellen befestigt und rundherum mit Quarzsand abgedichtet. Dann geht es an das Anwärmen der Schienen-Enden. Mit einer ordentlichen Gasflamme und eine Art Draisine fährt Vorarbeiter Pung einige Male die Schienen entlang.

    Das Schweißgut selbst ist vorgefertigt und ein Gemisch aus Aluminiumgrieß und Eisenoxidpulver. Es wird in einem Blechbehälter an der Schweißstelle zur Reaktion gebracht und wird dabei flüssig. Das gibt eine ordentliche Stichflamme. Uns so ist es auch kein Wunder, dass die Schweißarbeiten so manchen Interessierten anziehen. Nach nur wenigen Minuten ist das zunächst glühende Schweißgut erkaltet und wird mit einem Abschergerät bearbeitet. Damit kann der überstehende Thermitstahl am Schienenkopf sauber, schnell und bequem beseitigt werden.

    Während der Schweißarbeiten hat übrigens ein Security-Mann die Schweißmannschaft die ganze Zeit im Auge. 24 Schweißstellen habe seine Mannschaft im Bereich des Betzdorfer Bahnhofs an diesem Tag geschafft, zeigt Vorarbeiter Stefan Pung. Das neue Gleis 107 wird übrigens gebraucht, da es die neue Zugverbindung mit der Regionalbahn 93 nach Bad Berleburg gibt. Dieser Zug fährt ja bereits. Während der Bauarbeiten am Gleis 106 fahren diese Züge vorerst vom Gleis 105 ab.

    Von Ende Oktober bis etwa Mitte November wird dann das Gleis 105 im Bahnhof Betzdorf erneuert. Die aktuelle Bauphase soll zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember abgeschlossen sein.

    Thermit-Schweißen bei Schienen

    In dem Thermit-Prozess kommt laut Wikipedia eine Mischung aus Eisenoxid und fein verteilten Aluminium in einem Behälter (Tiegel) zum Einsatz, der zur Entzündung gebracht wird. Die entstehende chemische Reaktion liefert flüssiges Eisen und flüssige Aluminium-Schlacke (Korund). Die Temperatur beträgt rund 2400°C Grad. Die Schlacke schwimmt wegen ihres geringen Gewichtes auf dem Thermit-Stahl. Nach einer Wartezeit wird der Tiegel abgestochen. Der flüssige Stahl wird hauptsächlich für das Schweißen von großen Werkstücken und besonders von Eisenbahnschienen verwendet.

    Bahnhofsarbeiten: Erste Weiche fürs neue Gleis 107 liegt
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