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    Kreis AltenkirchenAus für die Sozialarbeit an den Grundschulen?

    Die Schulsozialarbeit soll im Landkreis Altenkirchen schulartübergreifend auch dann weitergehen, wenn zum Jahresende die Fördermittel des Bundes aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) auslaufen.

    Das zumindest wünscht sich der Kreisjugendhilfeausschuss. Dieser hatte das Thema in seiner jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung. Mit Vertretern der vier Träger (Caritas Betzdorf, Hiba Wissen, evangelische Jugendhilfe Friedenshort sowie Jugendhilfe Heidehaus mit Sitz in Neuwied) und den in diesem Bereich eingesetzten Fachkräften wurde ausführlich über die Schulsozialarbeit diskutiert. Dabei muss man wissen, dass es Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen im Kreis Altenkirchen schon seit dem Jahr 2000 gibt. Mit Landesmitteln werden 6,5 Stellen an acht allgemeinbildenden Schulen sowie eine Fachkraft mit einer halben Stelle an den BBS Wissen und Betzdorf/Kirchen eingesetzt. Die Grundschulen profitierten davon allerdings nicht, bis durch den Bund in Form des BuT Gelder für diese wichtige Arbeit zur Verfügung gestellt wurden. Denn auch bei den Kleinen haben Probleme wie Verwahrlosung, Gewalt und Aufmerksamkeitsstörungen deutlich zugenommen. Seit 2012 sind nun an 28 Schulstandorten – sowohl Grund- wie auch Förderschulen – 3,5 Stellen geschaffen worden, die sich sieben Mitarbeiter teilen. Jetzt laufen allerdings zum Ende des Jahres die auf zwei Jahre begrenzten Fördermittel aus, und dem Projekt droht das Aus, sollte nicht der Kreis gemeinsam mit den Verbandsgemeinden als Schulträger der Grundschulen in die Bresche springen. Das bedeutet aber in Zeiten ohnehin knapper kommunaler Kassen eine deutliche finanzielle Mehrbelastung. Zu den Kosten: Trägt der Landkreis nach dem Ausfall der BuT-Gelder und bei einem Ausbleiben einer Landesförderung die wegfallenden Beträge allein für Grund- und Förderschulen, dann wird das den Kreishaushalt mit rund 225 000 Euro belasten, ausgehend von den 3,5 Stellen, die bislang etabliert sind. Dass dieser finanzielle Aufwand durchaus seine Berechtigung hat, wissen die Beteiligten. „Der Kreis Altenkirchen ist in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt", lobt etwa Michael Thees von einem der Träger, der Jugendhilfe Heidehaus aus Neuwied.

    Eine Stelle wird hier mit zwei Beschäftigten ausgefüllt. Thees lobt vor allem, dass die Schulsozialarbeit hier an den Schulen angedockt ist und nicht bloß projekt- oder fallbezogen betrieben wird. „In den anderthalb Jahren, in denen wir das jetzt machen, war die Resonanz durchweg positiv, sowohl vonseiten der Schule als auch von den Schülern", freut sich Thees. Dafür verantwortlich macht er die Kontinuität in der Arbeit und die Verortung der Mitarbeiter an den Schulen. Seine Einschätzung wird auch durch eine Studie der Uni Siegen untermauert, die zu ähnlichen Schlüssen kommt. Diese war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anwesenheit einer festen Ansprech- und Vertrauensperson das Klima sowohl für die Lehrer als auch für die Kinder an den Schulen deutlich verbessert. Mit Fragebogen wurde herausgefunden, dass vor allem mit mehr Respekt untereinander umgegangen wird, es weniger Störungen im Unterricht und weniger Gewalt an der Schule insgesamt gibt. Alles Punkte, die ein gemeinsames Lernen und Lehren leichter machen. Auch dem Kreisjugendhilfeausschuss lag diese Studie vor. Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema kam dieser zu dem Schluss, dass eine Weiterführung der Schulsozialarbeit an den Grundschulen zumindest im bisherigen Umfang befürwortet wird. Wobei die Studie einen Schritt weitergeht und sogar einen Ausbau an Personal und Ausstattung für eine adäquate Schulsozialarbeit empfiehlt. Die letztendliche Entscheidung wird der Kreistag in einer seiner nächsten Sitzungen zu treffen haben. Die Beteiligten hoffen aber, dass das Gremium der Ausschussempfehlung folgen wird. Sonja Roos

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