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  • Wissen86,1 Prozent: Wissen setzt auf Berno Neuhoff

    Großer Jubel im Hause Neuhoff. Die RZ erreicht den frisch gekürten Stadtbürgermeister von Wissen in seinem Zuhause, wo er gerade Besuch von seinen Beigeordneten hat: Claus Behner, Wolf-Rüdiger Bieschke und Horst Pinnhammer.

    Blumen für den frisch gebackenen Bürgermeister: Berno Neuhoff (von links) stößt auf den guten Wahlausgang mit seinen drei Beigeordneten Horst Pinnhammer (Beigeordneter Stadt Wissen, SPD) , Wolf-Rüdiger Bieschke (Beigeordneter FWG) und Claus Behner (1. Beigeordneter, CDU) an.  Foto: privat
    Blumen für den frisch gebackenen Bürgermeister: Berno Neuhoff (von links) stößt auf den guten Wahlausgang mit seinen drei Beigeordneten Horst Pinnhammer (Beigeordneter Stadt Wissen, SPD) , Wolf-Rüdiger Bieschke (Beigeordneter FWG) und Claus Behner (1. Beigeordneter, CDU) an.
    Foto: privat

    Zudem sind ein paar Freunde, Wegbegleiter und die Familie zugegen, um mit dem 48-Jährigen zu feiern. „Ich bin total zufrieden mit dem Ergebnis“, bilanziert Neuhoff. Nervös, so sagt er, sei er aber über den Tag nicht gewesen. „Ich hab das ganz entspannt gesehen heute“, verrät er im Gespräch. „Zuerst war ich walken, dann mit den Kindern ein Eis essen und danach an der Nister, wo wir mit den Füßen im Wasser waren.“ Dass er den Tag nicht Nägelkauend auf dem Sofa verbracht hat, sondern draußen, mit der Familie, zeigt auch, wo für den zweifachen Vater der Schwerpunkt liegt: die Familie, ohne deren Rückhalt und Zustimmung er sich erst gar nicht für das Amt beworben hätte.

    Gegen 18.30 Uhr hat er dann im Rathaus erfahren, dass 86,1 Prozent der Menschen, die heute in Wissen zur Urne gegangen sind, für ihn gestimmt haben. 13,9 Prozent votierten für Nein (237 Stimmen). Ein gutes Ergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 26,7 Prozent, bei 6452 Wahlberechtigten bedeutet das, dass 1467 Menschen an diesem Tag ihrer Bürgerpflicht nachgekommen sind.

    „Es hätten natürlich mehr sein können und der größte Gegner ist immer der Nichtwähler“, bilanziert Neuhoff, „Aber zieht man in Betracht, dass es keinen Gegenkandidaten gab und dazu noch so schönes Wetter war, dann kann man schon zufrieden sein.“ So sieht das auch Svenja Held, die mit der Auswertung der Zahlen im Wissener Rathaus beschäftigt war. „Alles um die 30 Prozent ist schon ein ziemlich guter Wert, wenn man es mit ähnlich gelagerten Wahlen vergleicht. Das Ergebnis ist in etwa so wie erwartet“, so auch Helds Fazit.

    Berno Neuhoff sieht das Wahlergebnis als „klaren Auftrag“, die Dinge anzupacken, die er sich im Vorfeld bereits auf die Agenda geschrieben hatte: die Innenstadtentwicklung, besonders die Gestaltung der Rathausstraße, die Probleme rund um das Bahnhofsviertel, Ladenleerstände und das Verkehrskonzept. Und er steht nicht allein da. „Wir werden als Quartett agieren“, sagt Neuhoff im Hinblick auf die drei Stadtbeigeordneten. Er werde, auch im Hinblick auf seine Stelle bei der Kreisverwaltung und seine anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten als Vorsitzender des Fördervereins des Kulturwerks und des Arbeitskreises Kultur, Aufgaben gut delegieren und auch umverteilen. „An der ein oder anderen Stelle werde ich in Zukunft sicher auch kürzer treten müssen“, ist sich der frisch gebackene Bürgermeister sicher. „Anders geht es nicht.“ Ohnehin sieht er sein neues Amt als „Ehe auf Zeit“.

    „Ich habe jetzt zwei Jahre Zeit und danach werde ich Bilanz ziehen, auch im Hinblick auf die Familie.“ Da Neuhoffs Kinder beide noch klein sind, muss ihr Vater nun sehen, wie viel Zeit ihm in Zukunft noch für privaten Dinge bleibt bei seinen vielfältigen Verpflichtungen. Wenn am Dienstag der Wahlausschuss getagt hat, wird aus dem vorläufigen das endgültige Wahlergebnis. Am 7. Juli wird der neue Bürgermeister dann auf der Stadtratssitzung um 18 Uhr in sein Amt eingeführt.

    Von unserer Redakteurin Sonja Roos

    Kommentar: Vertrauensbeweis und Bürde zugleich

    Berno Neuhoff wollte es wissen, und Wissen wollte Berno Neuhoff. Auf diese kurze Formel lässt sich der gestrige Urnengang bringen, bei dem der einzige Kandidat für das Amt des Stadtbürgermeisters eine satte Mehrheit von 86,1 Prozent der Stimmen einfahren konnte.

    Markus Kratzer zur Bürgermeisterwahl in Wissen

     Eine „Ernte“, die in diesem Ausmaß aber nicht überrascht. Denn Berno Neuhoff hat in den vergangenen Jahren in seiner Heimat viel „gesät“. Er konnte vielerorts seine kommunalpolitische Erfahrung in die Waagschale werfen, die Arbeit der Zukunftsschmiede und im Förderverein des Kulturwerks trägt unverkennbar seine Handschrift. Und er kann von seiner künftig abgespeckten Tätigkeit als Leiter der Regionalentwicklung in der Kreisverwaltung die Brücke zu seiner neuen Herausforderung als Stadtchef schlagen. Denn Entwicklungspotenzial gilt es auch in Wissen noch zu wecken – die Neugestaltung der Rathausstraße sei hier nur als ein Kernpunkt genannt. Wissen erwartet etwas von seinem neuen Bürgermeister, das macht das Wahlergebnis dem 48-Jährigen unmissverständlich deutlich. Deshalb ist der gestrige Vertrauensbeweis auch Bürde zugleich – auch wenn es (zunächst einmal) nur um zwei Amtsjahre bis zur nächsten Kommunalwahl geht. Doch wer Berno Neuhoff kennt, weiß, dass er mehr als eine Interimslösung anstrebt. Wie erfolgreich er sein kann, wird letztlich auch davon abhängen, ob er sein Zeitmanagement in den Griff bekommt.

    E-Mail markus.kratzer@rhein-zeitung.net

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