Kommt ein richtiger Wochenmarkt auf den Zentralplatz?
Koblenz - Während Kulturbau und Forum Mittelrhein Gestalt annehmen, stellt sich so langsam die Frage, was dazwischen passieren soll, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.
Umfrageergebnis
Beim Richtfest am Kulturbau hat Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig gesagt: "Die Platzfreifläche des Zentralplatzes wird Markt- und Veranstaltungsort." Was genau damit gemeint ist, ist aber noch unklar. "Ein Konzept zur Platznutzung wird gerade von mehreren Stellen innerhalb der Stadt erarbeitet und dann in den städtischen Gremien besprochen", kündigt der OB an. Ein Thema dabei: der Wochenmarkt.
Ob der auf den Zentralplatz zurückkehrt, ist die eine Frage. Die andere, vielleicht entscheidende: Bleibt der Koblenzer Wochenmarkt eine Ansammlung einer Handvoll Stände - oder kann er sich zu einem echten Treffpunkt mit breitem Angebot und dieser Atmosphäre entwickeln, die Marktbesucher so lieben? In Städten wie Mainz oder Bonn ist der Markt ein Ereignis, zu dem sich die halbe Stadt trifft, und auch in kleineren Orten wie Neuwied gehört er zur Stadt dazu. "Es ist eine Schande für Koblenz, dass wir keinen richtigen Wochenmarkt haben", klagt der FBG-Fraktionschef Manfred Gniffke. Sein Verein, der vor einigen Jahren noch eine Markthalle forderte, ist für eine Verlagerung auf den Zentralplatz, fordert aber auch: "Wir sollten nicht nur ein paar Stände umsiedeln." Gniffke ist dafür, dass man mit den Marktbeschickern überlegt, wie man Markt und Zentralplatz beleben kann.
Dem schließt sich die SPD an: "Der Zentralplatz ist eine neue Chance. Wir haben die große Hoffnung, dass es dort einen funktionierenden Markt geben wird", sagt Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann. Durch das Zusammenspiel von Kulturbau, Einkaufszentrum und Markt würde die Besucherfrequenz steigen. Auch die Grünen halten es für wichtig, den Wochenmarkt zu beleben. "Die Frage ist, ob der Zentralplatz der richtige Ort ist - obwohl der Markt vielleicht etwas Warmes in das kalte Entree bringen könnte", sagt Fraktionschef Nils Wiechmann.















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