Koblenzer Tierheimhunde gehen mit Mäntelchen Gassi
Koblenz - Die anhaltende Kälte macht auch den Vier- und Zweibeinern im Koblenzer Tierheim zu schaffen. "Ja, es ist sehr, sehr kalt, aber unsere alte Heizung arbeitet tapfer", gibt Tierheimleiterin Kirstin Höfer vorsichtig trotzdem Entwarnung. "Natürlich machen sich die alten Gebäude des Tierheims negativ bemerkbar. Die Heizungen laufen auf Hochtouren, weil die Wände nicht wärmegedämmt sind."
Übrigens gibt es auch bei den Tieren Unterschiede im Wärmeempfinden - genau wie bei den Menschen: "Die Alten und die Kranken brauchen mehr Wärme, die haben es dann extra kuschelig warm durch Rotlichtlampen", berichtet Kirstin Höfer.
Die derzeit 38 Tierheimhunde müssen natürlich trotz klirrender Kälte bewegt werden. Damit sie nicht herumstehen und frieren, werden sie von den Tierheimmitarbeitern beschäftigt und zum Laufen animiert. "Eine halbe Stunde Spielen und Rennen ist angesagt, dann geht es zurück ins warme Hundehaus." Die Tierheimmitarbeiter sind im Moment besonders froh über jeden Gassi-Geher, der trotz der Eiszeit kommt.
Auch, weil es jetzt manchmal ein bisschen länger dauert. Denn viele der Kurzhaarhunde, vor allem die "Hunderentner", haben ein Mäntelchen an, sagt Kirstin Höfer lachend. Bis die alle angezogen sind, das braucht seine Zeit.
Während die Hunde trotz der Kälte ihren für sie wichtigen Auslauf bekommen, sieht man zurzeit in der Katzenabteilung kaum ein Tier draußen. Alle haben sich ins warme Katzenhaus zurückgezogen und dösen gemütlich unter der zusätzlichen Wärmelampe. Auch die Kleintiere sind aus ihren Außengehegen ins Haus gezogen und trotzen den eisigen Temperaturen mit Rotlichtlampen.
Die Eiseskälte kann für Haustiere auch richtig gefährlich werden, warnt die Tierheimleiterin. Sie empfiehlt dringend, Hauskatzen wenn möglich nachts im Gebäude zu lassen. Denn wenn das Tier verunglückt und verletzt an der Straße liegt, dann hat es kaum eine Überlebenschance. Das zeigen die Einsätze des Tierrettungsdienstes, der häufig bei strengen Minusgraden zu spät kommt und das Tier nur noch tot an der Unfallstelle vorfindet.
Ob der eigene Hund zum Gassi gehen ein Mäntelchen braucht, muss individuell entschieden werden, sagt Kirstin Höfer. "Wenn er friert, dann ist es egal, ob es albern aussieht. Dann braucht er einen Wärmeschutz."
Am kommenden Sonntag, 12. Februar, ab 13 Uhr ist im Tierheim der sogenannte Tag der Herzen. Jeder Tierfreund kann für ein geliebtes Tier einen Herzluftballon in den Himmel schicken.
Von unserer Redakteurin Doris Schneider















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