Finanzierung steht: Gauklerfest zieht auf die Festung Ehrenbreitstein
Koblenz - Monatelang hat es gedauert, bis die Finanzierung auf halbwegs sicheren Füßen stand, jetzt aber ist klar: Das 22. internationale Gaukler- und Kleinkunstfestival findet in diesem Sommer statt – allerdings nicht in der Koblenzer Altstadt, sondern auf der Festung Ehrenbreitstein.
Geplant ist es vom 26. bis zum 28. Juli. An der Ausrichtung ändert sich im Prinzip nichts: Drei Tage lang zeigen Artisten, Komiker und Gaukler ihre Künste – sie tun dies allerdings unter einem leicht abgewandelten Namen: Das Festival soll „Gauklerfestung" heißen.
Neu ist, dass Zuschauer Eintritt zahlen müssen. Neu ist ebenfalls, dass nicht die Koblenz-Touristik als Veranstalter agiert, sondern der Förderverein des Café Hahn. Er trägt das finanzielle Risiko, weshalb es bis zuletzt von der Höhe der zugesagten öffentlichen Fördergelder abhing, ob das Gauklerfest auf der Festung zu realisieren ist oder nicht.
Seit dem Herbst war diese Frage offen, jetzt steht fest: Das Land fördert das Gauklerfest mit 20 000 Euro, die Stadt Koblenz gewährt über die Koblenz-Touristik eine Ausfallbürgschaft in gleicher Höhe.
„Dieses Geld", erklärt Berti Hahn als künstlerischer Leiter des Festivals, „fließt also nur, wenn wir weniger Besucher ansprechen als erwartet."Weniger Besucher sind beim Gauklerfest gleichzusetzen mit weniger Einnahmen. Denn um das mehr als 100 000 Euro teure dreitägige Spektakel überhaupt realisieren zu können, wird auf der Festung Eintritt erhoben.
In welcher Höhe, steht noch nicht verlässlich fest, der Betrag könnte zwischen 8 und 10 Euro pro Tageskarte für einen Erwachsenen liegen. Berti Hahn und sein Geschäftspartner Philipp Putzer kalkulieren mit mindestens 10 000 zahlenden Gästen. „So und mit Unterstützung privater Sponsoren kommt der Förderverein auf eine schwarze Null", sagt Hahn.
2014 soll das Gauklerfest wieder wie gewohnt bei freiem Eintritt in der Altstadt stattfinden. Der Werkausschuss Koblenz-Touristik hatte im Herbst beschlossen, dass die Koblenz-Touristik das Fest aus Kostengründen nur noch alle zwei Jahre veranstalten soll.
Berti Hahn hatte allerdings um den guten Ruf der Veranstaltung gefürchtet und mit Andreas Bilo, Geschäftsführer der Koblenz-Touristik, ein Konzept erarbeitet, das den jährlichen Standort- und Veranstalterwechsel vorsieht – Kostenersparnis für die Stadt inklusive.
Von unserer Redakteurin Anke Hoffmann


















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