Der Koblenzer Hof soll wieder zum Luxushotel werden
Koblenz - Er war ein Luxushotel und soll bald wieder eins werden: In die Diskussion um die Zukunft des Koblenzer Hofs ist jetzt neuer Wind gekommen. Und das, weil sich eine Allianz zwischen Koblenz und Berlin gefunden hat, die das historische Gebäude vom Bund loseisen und wieder seiner ursprünglichen Nutzung zuführen will. Dr. Michael Fuchs, Fraktionsvize der CDU im Bundestag, und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig wollen gemeinsam daran arbeiten: Fuchs in Berlin, Hofmann-Göttig in Koblenz.
„In der Sache gibt es zwischen uns eine absolute Übereinstimmung“, betont der OB, „wir wollen das gemeinsam hinbekommen.“ Die betroffenen Mitarbeiter des Bundesamts für Wehrtechnik und Beschaffung, die im Dezember das marode Gebäude kurzfristig räumen mussten, seien alle untergekommen, betont Fuchs. Liegenschaften gebe es insgesamt ohnehin genug in Koblenz. Und die Chancen, das Gebäude für die neue/alte Nutzung frei zu bekommen, seien zum Jahreswechsel deutlich gestiegen. Denn zum 1. Januar hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Zuständigkeit für die Liegenschaften von der Bundeswehr übernommen. Fuchs: „Wenn Verteidigungsminister de Maizière das Gebäude frei gibt, wird die Bima sicher helfen.“
In dem gesperrten Gebäude laufen derzeit die Vorbereitungen für weitere Untersuchungen und die Räumung, wie Christoph Strohschneider berichtet. Dafür werden die Ausgänge abgestützt und es wird ein Durchgang zur Parkgarage im hinteren Teil des Erdgeschosses geschaffen, so der Leiter der Abteilung Bundesbau bei der Oberfinanzdirektion. Schon lange sei der schlechte Zustand des Gebäudes bekannt gewesen. Daher habe man es in einem engeren Turnus von einem Statiker untersuchen lassen. Im Dezember sei so aufgefallen wie gravierend der Rost in der Stahlkonstruktion fortgeschritten war. Die Schließung folgte unmittelbar.
Das weitere Vorgehen auf dem Weg zum Hotel soll aus Sicht von Fuchs und Hofmann-Göttig wie folgt aussehen: Zunächst will der Bundespolitiker dem Verteidigungsminister bei einem Besuch in Koblenz die Potenziale eines Hotels in dieser Lage erläutern. Vorgefühlt hat er schon, und ist durchaus auf Offenheit gestoßen. Ist de Maizière mit einer Freigabe einverstanden, soll das Gespräch mit der Bima-Spitze folgen.
Umfrageergebnis
„Ich habe bereits meine Kollegen im Stadtvorstand und den Ältestenrat darüber informiert, dass wir das Projekt als Stadt unterstützen wollen.“ Klar sei aber, dass das ohne städtische Finanzierung laufen müsse. „Wir sind nur zuständig dafür, die Voraussetzungen zu schaffen.“ Also beispielsweise dafür, mit einem städtebaulichen Vertrag oder einem entsprechenden Bebauungsplan zu unterstreichen, welche Nutzung die Stadt sich in dieser Premiumlage künftig wünscht.
















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