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Altstadt Koblenz: Den Anwohnern schwillt der Kamm

Koblenz - Eigentlich sollten das Forum Mittelrhein und die Umnutzung der alten Museums- und Büchereigebäude im Mittelpunkt stehen. Doch beim Bürger-Informationsabend des SPD-Ortsvereins Altstadt-Mitte am Dienstag kam es dann ganz anders. Denn für viele Anlieger ist das Maß voll. So mancher hat den Eindruck, dass das wilde Parken und der Suchverkehr im Herzen von Koblenz seit dem Ende der Buga zugenommen haben.

Eine Fußgängerzone im Entenpfuhl soll das wilde Parken beenden. In anderen Straßen häufen sich dagegen die Beschwerden.
Reinhard Kallenbach

Davon, dass die Situation inzwischen nicht mehr nur an Wochenenden kritisch ist, konnte man sich schon am Veranstaltungsabend überzeugen: So war die Münzstraße komplett zugeparkt. Und Anlieger berichteten, dass auch im östlichen Abschnitt der Rheinstraße einiges aus dem Ruder läuft, seitdem dort nicht mehr so intensiv kontrolliert wird.

Auf Anfrage der RZ bestätigt das Ordnungsamt, dass in den Buga-Monaten mehr Personal im Außendienst zur Verfügung stand. Doch weist der stellvertretende Amtsleiter Thomas Flöck darauf hin, dass auch jetzt in jeder Schicht vier bis sechs Mitarbeiter unterwegs seien - und zwar werktags bis nachts um 1 Uhr, an Wochenenden sogar bis 3 Uhr. Die Leitstelle sei ebenfalls bis 1 Uhr besetzt und unter Telefon 0261/129 45 67 erreichbar. Flöck weist auch darauf hin, dass Hinweise der Anlieger erwünscht sind. Denn: Trotz der Kontrollen können die Mitarbeiter nicht überall gleichzeitig sein. Marion Lipinski-Naumann bezweifelt jedoch, dass dies ausreicht. "Wenn mehr Personal da wäre, würde sich so manche Baumaßnahme erübrigen", so die SPD-Fraktionschefin bei der Versammlung. Dass dies der Haushalt nicht hergibt, ist ihr natürlich bewusst. Deshalb hoffen die Sozialdemokraten auf den Einbau weiterer elektronischer Poller, etwa im Altenhof und im Paradies, wo die Situation besonders eskaliert ist. Fritz Naumann kritisiert, dass im "Sparetat" 2012 kein Geld für diese Anlagen vorgesehen ist. Jetzt hofft der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altstadt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Denn das bisherige "Netz" ist lückenhaft. So berichteten Teilnehmer, dass manche rückwärts an die Poller heranfahren, um Freunden, die in die Altstadt hineinfahren wollen, den Weg freizumachen. Ein anderes Ärgernis ist der Suchverkehr im Bereich Danne und die damit verbundene Lärmbelastung der Anlieger. Angesichts der aktuellen Finanzlage verfolgt die SPD vor allem eine Strategie der kleinen Schritte. So regt der Ortsverein an, den Busparkplatz am Peter-Altmeier-Ufer in den Abendstunden kostenpflichtig für Pkw freizugeben. Ob dies im Sinne der Anwohner ist, wollen die Sozialdemokraten über eine Umfrage ermitteln. Formulare sollen in Kürze in den Briefkästen der betroffenen Anlieger zu finden sein.

Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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Leserkommentare (5)

1
von Bibo vom 05.01 - 18:07 Uhr
Ja, liebe Stadtverwaltung, was denn nun? Immer mehr Touristen nach Koblenz locken und die Anwohner vergraulen, darin seid ihr groß. Wie oft haben ...
2
von k.mueller vom 06.01 - 13:39 Uhr
Bibo, ich bin erfreut, dass Sie nach mir rufen. ;) Es wird Sie überraschen, dass ich ganz Ihrer Meinung bin. Der Koblenzer Stadtrat ist weltfremd ...
3
von Koblenz-Talke(r) vom 06.01 - 14:20 Uhr
[QUOTE=k.mueller;45559]Bibo, ich bin erfreut, dass Sie nach mir rufen. ;) Es wird Sie überraschen, dass ich ganz Ihrer Meinung bin. Der Koblenzer ...

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