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  • Fotoshooting bei der RZ: Das neue Spielzeitheft des Theater Koblenz (mit Video)

    Koblenz. Die Verbundenheit zu Koblenz und dem Umland will das Theater Koblenz im jetzt vorgestellten Spielzeitheft fotografisch verdeutlichen. Fotograf Matthias Baus hat die Stadt und das, was sich in ihr abspielt, zu unterschiedlichen Uhrzeiten abgelichtet. Fotografiert wurde auch im Druckhaus der Rhein-Zeitung - und wir waren mit der Videokamera beim Shooting dabei.

    Auch im Druckhaus der Rhein-Zeitung wurde fotografiert. 
    Auch im Druckhaus der Rhein-Zeitung wurde fotografiert. 
    Foto: Theater Koblenz/Baus

    Von unserem Kulturchef Claus Ambrosius

    Eigentlich ist doch schon alles gesagt: Monate vor allen anderen Theatern der Region geben der Koblenzer Intendant Markus Dietze und sein Team alljährlich den Spielplan bekannt. Der Grund ist ein ganz simpler: Der Stadtvorstand muss den Planungen des städtischen Amtes Theater eben so früh zustimmen - und danach ist ohne größere Klimmzüge und auch mit ihnen der Spielplan ohnehin nicht unter Verschluss zu halten.

    Nun also, Monate später, folgt zu den Stücktiteln das Programmheft - und es malt die bloßen Titel des Kommenden mit Details aus. Vor allem mit Menschen, die die Stücke auf die Bühne bringen werden oder selbst darin auf eben dieser stehen werden. Und das Fabulieren kann beginnen: Wie wird Regisseur X wohl Stück Y interpretieren? Wie kommt Sängerin A mit Partie Z zurecht? Und sieht Musical B in Koblenz so aus, wie ich es in London gesehen habe?

    Fragen über Fragen, die das neue Programmheft nicht beantwortet, aber immerhin aufwirft. So kommen zur öffentlichen Vorstellung des Druckwerks, das in Tausenden Haushalten zu den haltbarsten Drucksachen im Jahreslauf zählen dürfte, auch immer die Theatergetreuen, die sowieso per Abo seit Jahren der Bühne innig verbunden sind.

    Stoff fürs Kopfkino

    Und für sie und alle anderen zukünftigen Theaterbesucher hat die Theaterleitung dann auch reichlich Stoff für ihr Kopfkino dabei: Etwa im Ballett gewinnen die großen Projekte "Lulu" und "Cinderella" deutlich an Profil. Denn für "Lulu", deren Geschichte Frank Wedekind als Projektionsfläche mit vielen möglichen Zugängen geschrieben hat, verwendet Ballettchef Steffen Fuchs als Musik nicht "die üblichen Verdächtigen" wie Alban Berg oder Paul Hindemith, sondern Werke von Maurice Ravel, Nino Rota, Moritz Eggert und anderen - ganz folgerichtig trägt der Abend auch die Bezeichnung Tanzrevue.

    Und für "Cinderella" zur Musik von Sergej Prokofjew wird sogar schon der Rahmen verraten: Das Märchen soll in Hollywoodmanier nach Art eines Film noir erzählt werden. Wer den Koblenzer Werdegang von Steffen Fuchs erlebt hat, kann sich auf ein Bach-Ballett und darin auf ein Wiedersehen mit dem "Horror vacui" aus Fuchs' Debütabend "Ridicule" freuen. Und zwei Mitglieder seines Ensembles, die in der vergangenen Spielzeit interessante kleinere Choreografien vorgestellt haben, erhalten die Chance auf einen gemeinsamen großen Abend: Kaho Kishinami und Michael Waldrop beschäftigen sich mit einem jeweils eigenen Stück und gänzlich unterschiedlichen Stilhandschriften unter dem Titel "Zwiegespräch" mit dem Thema Kommunikation.

    Rollendebüts im "Rosenkavalier"

    Bei der Oper steht das erneute Wiedersehen mit dem langjährigen Ensemblemitglied Monica Mascus an: Sie wandelt erneut auf Sopranpfaden, diesmal als Marschallin im "Rosenkavalier" von Richard Strauss. Aus dem Hausensemble werden neben ihr Hana Lee (Sophie) und Haruna Yamazaki (Octavian) Rollendebüts geben. Überhaupt wird wieder viel Wert auf die Leistungen des eigenen Ensembles gelegt, lediglich für einige wenige exponierte Rollen wurden Gäste verpflichtet: So gibt es beispielsweise im "Vampyr" die Wiederbegegnung mit Bariton Bastiaan Everink, auch für die Gräfin in Mozarts "Hochzeit des Figaro" zur Saisoneröffnung und für die Operette "Die Herzogin von Chicago" werden Gastsängerinnen verpflichtet.

    Für den neuen Operndirektor Rüdiger Schillig ist auch diese Kalman-Operette eine Herzenssache - gerade, weil sie nicht so häufig gespielt wird wie die Dauerbrenner "Gräfin Mariza" und "Csárdásfürstin": "Wir sind sehr froh, dass wir für dieses Stück den Dirigenten Rasmus Baumann verpflichten konnten. Er ist ein ausgewiesener Spezialist für die Operette." Und "Herzogin"-Regisseur Michiel Dijkema bringt, gemeinsam mit der auch für Koblenz verpflichteten Bühnenbildnerin Alexandra Pilz, in Linz gerade die "Lustige Witwe" auf die Bühne. Wenn in dieser Operette Csárdás mit Charleston und Foxtrott konkurriert, dürfte das für die "Rhine Phillis"-gestählte Rheinische Philharmonie eine spannende Abwechslung werden.

    Für Heinrich Marschners große romantische Oper "Der Vampyr", die letzte Opernpremiere der kommenden Saison, wird noch kräftig am neu herausgegebenen Notenmaterial gearbeitet und um Fassungsfragen gerungen: Allein das schon eine nahezu kriminalistische und kleinteilige Arbeit, die auch zum Erscheinen des Programmheftes nicht abgeschlossen sein kann. Und Stoff genug für eigene Geschichten - in der kommenden Spielzeit auf der Bühne des Theaters Koblenz und natürlich in dieser Zeitung.

    Bekannt, bewährt und gefragt: Zehn Produktionen erneut auf Spielplan
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