Ring büßt Miete ein - Ansätze viel zu hoch
Nürburgring - Das Loch zwischen Einnahmen und Ausgaben beim 330 Millionen Euro teuren Freizeit- und Geschäftszentrum am Nürburgring wird immer größer. Das belegen nach Informationen unserer Zeitung vertrauliche Unterlagen. Danach bleiben auch die Mieteinnahmen für die Geschäfte auf der Einkaufs- und Vergnügungsmeile „Boulevard" weit unter den Erlösen, die das Management des entlassenen Geschäftsführers Walter Kafitz berechnet hatte.
Allein im Eröffnungsjahr 2009 wurden rund 500.000 Euro weniger eingenommen als geplant und damit nur rund ein Zehntel der veranschlagten Summe. Wegen erheblicher Mängel in der Ausstattung der Mieträume verzichtete die Nürburgring GmbH unter Kafitz kurz vor Weihnachten 2009 sogar großzügig auf das Einfordern des Pachtzinses.
Bis dahin hatten, so steht es in bislang unveröffentlichten Dokumenten, ohnehin nur fünf der 25 Mieter exakt 58 293 Euro gezahlt. Insgesamt sollen die über zehn, fünf und drei Jahre abgeschlossenen Verträge 12,27 Millionen Euro einbringen. Dass diese Summe erzielt wird, ist wenig wahrscheinlich. Einem Mieter wurde wegen Zahlungsunfähigkeit bereits gekündigt, ein weiterer Vertrag im beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. (ua)




















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