"Frontal 21": Drehpläne führten bei "Schwer verliebt"-Aufnahmen zum Eklat
Das ZDF-Fernsehmagazin „Frontal21“ greift in seiner heutigen Sendung ab 21 Uhr die RZ-Berichte zu Kuppelshows der Privatsender, Knebelverträgen und Kandidatin Sarah aus dem Hunsrück auf. Demnach kam es mit anderen Kandidaten während der Aufnahmen zum Eklat.
Bei der RZ hatte sich vor zwei Wochen der Kölner Alexander Hörter gemeldet, der mit der „Schwer verliebt“-Sendereihe ähnlich wie Sarah einschlägige Erfahrungen gemacht hatte. Der 32-Jährige wurde zwar für die Trash-TV-Sendung gecastet und tauchte im Sommer auch als Kandidat in Vorberichten auf, doch nun ist er vom Bildschirm verschwunden: Als sich herausstellte, was sich hinter dem Format verbirgt – angekündigt wurde ihm eine niveauvolle Single-Börse für Übergewichtige – war er froh, dass er „aussteigen“ konnte.
Der Mann befindet sich nun im Rechtsstreit mit der Produktionsfirma von Sat.1. „Frontal 21“ nahm nun Kontakt mit ihm auf; im Interview mit dem ZDF berichtet er, dass ein „Schwer verliebt“-Drehplan bei ihm zuhause wohl vergessen wurde.
In dem Plan stehe explizit drin, wie die Tage aufgebaut sind, „wie „ich mich fast halb nackt im Badezimmer bewege". „Laut Workingplan sollte ich dann einem der Mädels richtig schöne Komplimente machen und wie ein verliebter Pfau aufführen. Und es kam dann auch zum Eklat in dieser Szene weil ich mich nicht als Depp vor der Kamera zeigen wollte. Gerade nicht mit solchen Aussagen, die die da hatten, die wirklich mehr als peinlich waren. Und da gab’s dann das erste Streitthema, als die Realisatorin eine der Mädels dermaßen angefahren hatte, weil das Mädchen so nervös war, dass es sich einfach nicht diese Sätze merken konnte, die wirklich umfangreich waren. Das Mädchen brach in Tränen aus, ich habe mich dann schützend davor gestellt und die Szene abgebrochen, weil ich einfach gemerkt habe, dass das Mädchen psychisch komplett überfordert war. Das war aber dem Kameramann und der Realisatorin dermaßen egal, wie die Menschen sich dabei fühlen. Hauptsache, der Dreh und der Workingplan werden strikt eingehalten.“
Hörter weiter: „Die haben wirklich drauf gepocht, die wollten auch wirklich alles so umgesetzt haben, wie es hier steht, eins zu eins. Die haben uns mit Vertragsstrafen gedroht. Sogar der Leiter der Produktionsfirma hat mich angerufen, mir mit Anwälten gedroht. Die Mädels haben das Projekt dann abgerochen, weil es einfach an ihre psychischen Grenzen gegangen ist. Ich bin dankbar, dass sie das Projekt vorzeitig abgebrochen haben.“




















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