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  • Trend von Geisteswissenschaften zu Ingenieurstudien

    Die rheinland-pfälzischen Studenten starten ins Wintersemester. Bei den Studentenzahlen zeichnet sich ein Trend ab: Weniger Geisteswissenschaftler, mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler.

    Studierende
    Studenten sitzen in einem Hörsaal.
    Foto: Uwe Anspach - dpa

    Mainz (dpa/lrs). In diesen Tagen starten die Studenten in Rheinland-Pfalz in das neue Semester. An den Universitäten des Landes sind im Wintersemester 2016/2017 etwa 76 640 Studenten eingeschrieben. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, sind an den fünf Universitäten in Mainz, Koblenz-Landau, Kaiserslautern, Trier und Speyer rund 600 Studenten weniger immatrikuliert als im Vorjahr.

    Dabei zeichnet sich ein leichter Trend weg von den Geisteswissenschaften hin zu den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen ab. Die Zahlen sind teilweise aber nur Prognosen und Zwischenstände. Offizielle Zahlen melden die Hochschulen erst im November an das Wissenschaftsministerium. Bis dahin können sich die Studentenzahlen noch etwas verändern.

    Laut den vorläufigen Zahlen vom Mittwoch ist die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz mit rund 32 500 Studenten immer noch die bei weitem größte Hochschule des Landes. Genau wie die Universität in Trier verzeichnet die JGU aber erneut einen leichten Rückgang der Studentenzahlen. An beiden Hochschulen nehmen die Zahlen seit drei Jahren leicht ab. In diesem Wintersemester sind jeweils etwa 500 Studenten weniger immatrikuliert als im Vorjahr. In Mainz hänge das mit den auslaufenden Magister- und Diplomstudiengängen zusammen, sagte eine Sprecherin der JGU.

    In Trier habe die Universität gut 13 000 immatrikulierte Studenten, sagte ein Sprecher. Der Rückgang sei tendenziell darin begründet, dass das Interesse an Lehramtsstudiengängen nachlasse. Vor fünf Jahren hätten noch rund 700 Studenten ihr Lehramtsstudium in Trier begonnen, 2016 seien es nur noch etwa 380. Dies könne damit zusammenhängen, dass Trier einen Schwerpunkt auf geisteswissenschaftlichen Lehramtsstudiengängen wie Deutsch oder Englisch habe. Diese würden weniger nachgefragt als etwa naturwissenschaftliche Studiengänge.

    Ein weiterer Grund für die sinkenden Zahlen sei, dass die Auswirkungen der doppelten Abiturjahrgänge in den benachbarten Bundesländern inzwischen nicht mehr so stark zu spüren seien. Die Universität ist über den Rückgang der Studentenzahlen aber nicht traurig. So bessere sich auch die manchmal angespannte Raumsituation und man könne sich weiter auf die Qualität der Lehre konzentrieren.

    In Koblenz-Landau sind im Wintersemester 15 903 Studenten an der zweitgrößten Universität des Landes immatrikuliert, teilte die Hochschule am Montag mit. Lehramtsstudiengänge machen dort rund 57 Prozent aller Studenten aus, erklärte eine Sprecherin. Nachlassendes Interesse lasse sich hier aber nicht feststellen. Vielmehr sei der Anteil der Lehramtsstudenten bei den Neu- und Ersteinschreibern zu diesem Semester um etwa fünf Prozentpunkte auf rund 50 Prozent gewachsen.

    An der Technischen Universität Kaiserslautern spürt man das Interesse an Ingenieurwissenschaften. Im Wintersemester seien rund 14 500 Studenten immatrikuliert, teilte eine Sprecherin mit. Das seien etwa 300 Studenten mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Die steigenden Studentenzahlen hätten auch damit zu tun, dass die Technische Universität neue Studiengänge etwa in Wirtschafts-, Finanz- oder Versicherungsmathematik anbiete.

    An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer beginnen die Vorlesung erst Anfang November. Die vorläufigen Zahlen deuten aber darauf hin, dass die Anzahl der Studenten leicht gestiegen ist. Ein Sprecher der Universität zählte Mitte Oktober 437 immatrikulierte Studenten. Vor einem Jahr waren nur 402 Personen eingeschrieben.

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