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    Neues Anflugverfahren wird getestet - weniger Fluglärm erhofft

    Langen/Frankfurt (dpa) - Für landende Flugzeuge in Frankfurt wird seit Donnerstag ein neues Anflugverfahren getestet. Die Maschinen steuern dabei etwas steiler als bislang den größten deutschen Airport an. Der Anflugwinkel wurde von 3 auf 3,2 Grad erhöht, so dass die Maschinen einige Regionen nun in größerer Höhe überfliegen. Am Boden soll es deshalb etwas leiser werden.

    Flugzeug vor untergehender Sonne
    Frankfurt wird im neuen Anflug-Winkel angesteuert.
    Foto: Boris Roessler/Archiv - DPA

    Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mitteilte, soll der Probebetrieb zeigen, welche Veränderungen sich daraus für die Lärmbelastung ergeben. Für den neuen Anflugwinkel, der nur bei schönem Wetter und guter Sicht gilt, sei ein neues Instrumentensystem am Flughafen installiert worden.

    Mainz und Offenbach überfliegen die Maschinen nun in rund 920 bis 960 Meter Höhe, 60 Meter mehr als sonst. Je näher sie der Landebahn kommen, desto geringer ist der Effekt: In Flörsheim etwa beträgt der Abstand zum Boden 292 Meter, nur 17 Meter mehr als zuvor. DFS-Sprecher Axel Raab hatte schon im Frühjahr betont, in der unmittelbaren Einflugschneise werde es kaum Entlastung geben.

    Der erhöhte Anflugwinkel ist Teil des Maßnahmenpakets, das im Rahmen der «Allianz für Lärmschutz 2012» von der hessischen Landesregierung und der Luftverkehrsbranche vereinbart wurde. Dazu gehören auch die Anhebung der sogenannten Gegenanflüge um rund 300 Meter und die Verlegung der Routen über Mainz und Offenbach.

    Von den 19 in der Allianz vereinbarten Punkten seien nun 7 vollständig umgesetzt, teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) in Wiesbaden mit. Der Rest befinde sich in intensiver Prüfung und Vorbereitung.

    Die Landesregierung halte ihr Wort, die Reduzierung des Fluglärms voranzutreiben. «Sie betrachtet dies als permanente Aufgabe, der sich Luftverkehrswirtschaft und Landesregierung gleichermaßen verpflichtet fühlen», erklärten Bouffier und Rentsch. Nach Angaben von Stefan Schulte, dem Chef des Flughafenbetreibers Fraport, werden die beschlossenen Maßnahmen spürbare Entlastung in den von Fluglärm betroffenen Gebieten bringen.

    Maßnahmen zum aktiven Schallschutz

    dpa-Landesdienst
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