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  • Hessen und Rheinland-Pfalz werben um Brexit-Umzieher

    Sollte London künftig nicht mehr in der EU liegen - steht nicht nur für Banken womöglich ein Umzug an. Um für das Rhein-Main-Gebiet als Standort zu werben, bildet sich eine große Allianz.

    Treffen Dreyer Bouffier
    Die Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Malu Dreyer.
    Foto: Torsten Silz/Archiv - dpa

    Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach dem Brexit-Votum wollen sich Hessen und Rheinland-Pfalz künftig gemeinsam um Unternehmen bemühen, die eine neue Heimat in der EU suchen. Schließlich gehe es nicht nur darum, neue Firmen am Finanzplatz Frankfurt anzusiedeln, sagte die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Von den Zuzügen könne das gesamte Rhein-Main-Gebiet profitieren.

    Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und seine Amtskollegin Malu Dreyer (SPD) wollten in dieser Frage eng zusammenarbeiten, betonte Puttrich. Geplant sei ein Treffen mit Kabinettsmitgliedern beider Länder.

    Die britischen Wähler hatten im Juni mehrheitlich für den Austritt ihres Landes aus der EU gestimmt. Die auf zwei Jahre angesetzten Verhandlungen beginnen erst, wenn Großbritannien den Brexit offiziell beantragt. Premierministerin Theresa May hat dies bis Ende März angekündigt.

    Das Rhein-Main-Gebiet sei nicht nur für Banken ein interessanter Standort, sondern branchenübergreifend, sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Leiter der Stabsstelle Brexit in der hessischen Staatskanzlei. Als Beispiele nannte er die Automobil- und die Pharmaindustrie. Acht Prozent aller hessischen Exporte gingen nach Großbritannien, erläuterte Adlhoch. Seine Koordinierungsstelle bündelt die Bemühungen des Landes, Unternehmen, Banken oder EU-Behörden nach Hessen zu holen.

    Kritik kam von der SPD-Landtagsfraktion, die die Stabsstelle als „teuren und überflüssigen Versorgungsposten in der Staatskanzlei“ bezeichnete. In den Ministerien lägen schon genügend personelle Kapazitäten brach, „die die Folgen des Brexits beurteilen und die entsprechenden politischen Aktivitäten koordinieren können“, teilte der Parlamentarischen Geschäftsführer Günter Rudolph mit.

    Mitteilung Finanzministerium - u.a. zur Stabsstelle

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