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    MainzGutachten zu Kita-Skandal Ende August erwartet

    Nach dem Skandal um mutmaßliche sexuelle Übergriffe unter Kindern in einer Mainzer Kita wartet die Staatsanwaltschaft derzeit auf psychologische Gutachten zu Zeugenaussagen. Die Leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller teilte am Montag auf Anfrage mit, die beauftragten Gutachten würden nicht vor Ende August erwartet. Auch die Vernehmung von Zeugen, Kinder und Eltern sollten befragt werden, sei noch nicht abgeschlossen.

    Mainzer Kindertagesstätte
    Die Ex-Leiterin will eine Kündigung nicht hinnehmen.
    Foto: F. von Erichsen/Archiv - dpa

    Nachdem Eltern von monatelangen sexuellen Übergriffen unter Kindern gesprochen hatten, kündigte das Bistum Mainz Anfang Juni allen Mitarbeitern. Die Erzieherinnen und Erzieher haben nach Ansicht des Bistums ihre Aufsichtspflicht verletzt.

    Die ehemalige Leiterin der katholischen Mainzer Kita wies diesen Vorwurf über ihren Anwalt Klaus Gunther Hollmann zurück. Er berichtete bei einem Gütetermin am Montag vor dem Arbeitsgericht Mainz von zwei Anrufen von Müttern, die einen vagen Inhalt gehabt hätten. Eine Mutter habe im Dezember 2014 von Kratzspuren im Intimbereich ihres Kindes berichtet, eine andere Mutter habe nach dem 1. Juni Andeutungen über eine Gruppe gemacht. Ein sechsjähriger Junge sei möglicherweise Initiator der Gruppe gewesen und habe Kinder bedroht und erpresst. Der Anwalt sagte, in der Kita habe es zu wenig Personal gegeben, und die Bausituation sei problematisch gewesen.

    Die Ex-Leiterin will die Kündigung nicht hinnehmen. Ihr Anwalt sagte, seine Mandantin habe dort viele Jahre lang tadellos gearbeitet. Uneinigkeit besteht auch darüber, wann die Ex-Leiterin von der Gruppe um den Sechsjährigen erfuhr. Der Anwalt des Bistums, Klaus Rudolf, warf ihr vor, sie habe spätestens im März davon gewusst.

    In einem weiteren Fall einer Erzieherin signalisierten beide Seiten den Willen zu einem Vergleich: Der Verteidiger der Frau forderte aber, die Vorwürfe gegen seine Mandantin fallen zu lassen und ihr eine Abfindung zu zahlen. Das Bistum blieb bei den Vorwürfen.

    dpa-Landesdienst
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