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  • Dreyers Rede bei Kundgebung gegen ENF: „Es ist Zeit, dass keiner mehr zuhause bleibt“

    Koblenz. „Ich freue mich, dass ihr so zahlreich gekommen seid. Aus meiner Sicht ist das die beste Antwort, die man geben kann.“ Das sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Demo gegen den rechtspopulistischen Kongress in Koblenz. Ihre Rede gibt es hier noch einmal zum anschauen.

    Dreyer forderte auf einer Kundgebung mit rund 5000 Teilnehmern zu Widerspruch gegen rechte Thesen auf: „Es ist Zeit, dass keiner mehr zuhause bleibt“, rief Dreyer den Demonstranten am Samstag zu. Die Menschen sollten aufstehen für ein freiheitliches und friedfertiges Europa und widersprechen, wenn an Stammtischen oder anderswo rechtspopulistisch argumentiert werde.

     

    Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sagte, er wende sich gegen ein „braunes Europa“. „Wir stehen hier für ein buntes, für ein offenes und für ein soziales Europa des 21. Jahrhunderts.“ Minderheiten seien in einer Gesellschaft eine Bereicherung und keine Last.

    Der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (SPD) sagte mit Blick auf die Kongress-Teilnehmer: „Wir sind Koblenz, nicht die Gäste in der Rhein-Mosel-Halle.“ Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter sagte, weder Koblenz, noch Deutschland, noch Europa werde den Rechtspopulisten überlassen.

    Malu Dreyer sagte in ihrer Rede, dass die Afd nicht das Volk sei, sondern das Volk missbrauche.
    Malu Dreyer sagte in ihrer Rede, dass die Afd nicht das Volk sei, sondern das Volk missbrauche.
    Foto: Annette Hoppen

    Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sagte am Rande der Demonstration, es gehe darum, das zu bewahren, was die vorherigen Generationen aufgebaut hätten. Gabriel wurde zwischendurch von mehreren linksgerichteten Demonstranten bedrängt, so dass die Polizei dazwischen gehen musste. Es sei aber zu keiner Gewaltanwendung gekommen, sagte ein Polizeisprecher. dpa

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