Mehr als 500 Akteure bei den Ritterspielen in Katzenelnbogen
Katzenelnbogen - Zum fünften Mal verwandelt sich Katzenelnbogen am erste Wochenende im Juni in eine mittelalterliche Festmeile. Historisch gewandete Menschen, Schwerterklang und Hufgeklapper gehören zu dem Spektakel, das sich schnell zu den zweitgrößten Ritterspielen in Rheinland-Pfalz entwickelt hat.
Die fünften Catzenelnbogener Ritterspiele finden am Wochenende 4. und 5. Juni statt. Sie beginnen an beiden Tagen um 10 Uhr mit einer mittelalterlichen Markt-Zeremonie.
Doch schon am Freitag, 3. Juni, geht es um 17 Uhr auf der Turnierwiese mit den zweiten Catzenelnbogener Highlandgames los. Stilecht bei Dudelsackmusik der Catzenelnbogen Pipers, bei Freibier und einer echten Whisky-Taverne, können sich Vereine nach vorheriger Anmeldung in alten Kampftechniken messen und Preise erkämpfen.
Weit mehr als 500 Akteure, Darsteller, Mitwirkende, Musikanten, Gaukler, Jongleure, Falkner, Ritter, Reiter, Handwerker, Hexen, Bettler und Lagervolk aus Nah und Fern werden den Gästen zu Füßen des Schlosses, der Stammburg der Grafen von Catzenelnbogen am Festwochenende wieder ein einzigartiges „Spectaculum“ präsentieren. Die Stadt will mit dieser Zeitreise an die glorreiche und bunte Zeit des Mittelalters erinnern und auch auf ihre, im kommenden Jahr bevorstehende, 700-Jahrfeier der Stadtrechtsverleihung hinweisen.
Auf dem rund 30 000 Quadratmeter großen Veranstaltungsgelände finden die Besucher drei Bereiche: das Marktgelände, die Turnierwiese und das Ritter- und Heerlager. Alle Veranstaltungsflächen sind sehr gut begehbar und auch für Personen mit Handicap geeignet, weil das Gelände durchweg eben und die Wege gut ausgebaut sind. Es gibt den großen bunten Mittelaltermarkt mit unterschiedlichsten Händlern, die Turnierwiese mit Turnier- und Fechtplatz sowie vielen Handwerkern, Mitmachaktionen und dem historischen Viehmarkt. Ein Publikumsmagnet ist auch das historische Ritter- und Heerlager mit mehr als 30 Gruppen, aus verschiedenen Epochen des Mittelalters.
Bei den Mittelaltergruppen hat sich Katzenelnbogen zwischenzeitlich bereits einen so guten Namen gemacht, dass mehrere Gruppen aus Platzgründen nicht mehr angenommen werden konnten. Dennoch nehmen viele Teilnehmer eine weite Anreise in Kauf. Die weiteste Reise macht Graf Eberhard mit seiner Gräfin Elisabeth von Catzenelnbogen und Gefolge, die aus Sachsen-Anhalt kommen.
Die Diezer Hunnen in ihren echten Jurten und original mongolischen Musikern gibt es zu bestaunen. Im mongolischen Ringkampf kann jeder starke Besucher versuchen, sich mit den Hunnen zu messen. Starke Männer „in Röcken“ gibt es am Samstag bei den zweiten Catzenelnbogener Highlandgames anzufeuern, wenn diese ganze Baumstämme und schwere Eisengewichte durch die Luft wirbeln, als wären sie federleicht. Etwa 120 Marktstände gibt es zu bewundern. Stöbern, staunen, handeln und kaufen ist ausdrücklich erwünscht. Dem leiblichen Wohl darf in den Tavernen bei „Speys und Trank“ gehuldigt werden. Im mittelalterlichen Badehaus lädt der Bader zu einem ausgiebigen und sittlichen Vergnügen im Holzzuber ein. Beim historisch belegten Catzenelnbogener Ringstechen von 1625 reiten die Teilnehmer am Sonntag um echtes Gold und der liebenswerte und einzigartige Katzimodo wird den großen und kleinen Besuchern in seiner außerordentlichen Aufmachung auf Schritt und Tritt folgen oder begegnen.
Die Löwenritter kämpfen an beiden Tagen auf der Turnierwiese, jeweils um 14 und um 17 Uhr, in atemberaubenden Ritterturnieren um die Gunst des Publikums und nicht nur, um ihren Sieger zu ermitteln.
Wenn abends die Dunkelheit hereinbricht, beginnt auf dem Marktgelände das große Tavernenspektakel, das mit den Gruppen Ranunculus, das Labsal, Genius Loci, dem Gaukler und Jongleur Paolo Garbanzo, Tsume der Drachenfrau und dem Fakir Dragon at East bis Mitternacht andauert.












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