Großen Erfolg bei historischer Rallye Monte Carlo erzielt
Oberneisen - Seit den 60er-Jahren ist Alfred Tuchel mit dem Rallyesport verbunden. Damals war der heute 72-Jährige aus Oberneisen mit seinem Bruder Hartmut Tuchel bei unzähligen Rennen in ganz Deutschland am Start. Jetzt feierte er einen seiner größten Erfolge. Bei der „Rallye Monte Carlo Historique“ belegte er mit Fahrer Andreas Vielgut aus Oberursel den 40. Platz.
In der deutschen Wertung gelang dem Team in ihrem BMW 320, Baujahr 1977, mit dem dritten Platz sogar der Sprung aufs Podest. „Wir wollten ganz weit vorne landen“, schildert Tuchel den Anspruch, mit dem beide in das rund 5000 Kilometer lange Rennen gegangen sind. Von rund 300 Startern kamen 200 ins Ziel. Bereits im vergangenen Jahr gingen Tuchel, der aus Oberursel stammt und seit 27 Jahren in Oberneisen lebt, und Vielgut an den Start. Jetzt verbesserten beide ihr Ergebnis um rund 120 Plätze. Bei der historischen Rallye Monte Carlo kommt es nicht auf die schnellste Zeit an. Statt dessen muss auf den Sonderprüfungen in den französischen Alpen eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit eingehalten werden.
Insgesamt legten Andreas Vielgut am Steuer und sein Beifahrer Alfred Tuchel 6500 Kilometer zurück. Los ging es in Warschau. Über Dresden ging es nach Bad Homburg und weiter in die französischen Seelalpen, nach Barcelonette, in der Nähe von Valence. „Dort mussten wir schwierige Sonderprüfungen absolvieren. Bei Matsch, Schneeverwehungen und Eis aber auch bei blauem Himmel, wurden wir jeden Tag aufs Neue gefordert. Sehr kritisch wurde es einmal, als bei Tempo 90 plötzlich zwei Kühe auf der schmalen Straße standen“, berichtet Tuchel aus seinem Abenteuer. Die zum Teil von Schneemassen bedeckte öffentliche Straße wurde speziell für die Rallye frei geschoben. Mit plötzlich entgegenkommenden Fahrzeugen musste jederzeit gerechnet werden. Extreme Bedingungen, die den beiden arg zusetzten. Doch erschöpft und glücklich erreichten sie das Ziel in Monte Carlo, rund 150 Kilometer von Barcelonette entfernt. Ob sie im nächsten Jahr wieder an den Start gehen, lassen beide offen.
Seit Jahren fahren die Freunde zu den Sonderprüfungen. Bis Alfred Tuchel seinen BMW 320 kaufte und sich für die Rallye bewarb. Jedes Jahr erreichen die Veranstalter rund 1000 Anmeldungen aus ganz Europa, unter denen die ausgewählt werden, die dem Charakter der Rallye am ehesten entsprechen. up












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