Der Märchenwald braucht Hilfe
Burgschwalbach - Für viele Besucher ist Burgschwalbach unmittelbar mit dem historischen Burg und dem beliebten Märchenwald verbunden. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern und seit 50 Jahren ein Aushängeschild für die Region. Zahlreiche Generationen haben die liebevoll gestalteten Figuren bestaunt und die originellen Spielgeräte mit jeder Menge Spaß ausprobiert. Unterhalten wird der Märchenwald vom Heimatverein Burgschwalbach, der die Instandhaltung und Anschaffungen für das Ausflugsziel über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert.
Etwa 200 Mitglieder zählt der Verein derzeit, trotzdem stößt man mittlerweile an seine Grenzen. Die Vorsitzende Anja Dietrich und ihre Vorstandskollegen machten das bei einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Frank Puchtler deutlich. Etwa 20 000 Besucher kommen jährlich zum Märchenwald, der offiziell von Ostern bis Oktober geöffnet ist. Kostenlos können dort junge Familien die vielfältigen Angebote nutzen. Auch die Schutzhütten können unentgeltlich für Kindergeburtstage oder andere Feiern reserviert werden. Ein Angebot, das starken Anklang findet. Mittlerweile müssen jedoch viele Spielgeräte repariert oder vollständig ausgetauscht werden. Das kostet den Heimatverein viel Geld und Zeit.
Jährlich arbeiten die Mitglieder 400 bis 500 ehrenamtliche Stunden, um die Attraktivität des Märchenwaldes zu wahren. „Helfende Hände zu finden wird immer schwieriger. Wir haben eine gehobene Altersstruktur der Mitglieder. Was fehlt, sind junge Kräfte“, hob Anja Dietrich in dem Gespräch hervor. Wurden früher viele Spielgeräte selbst entworfen und gebaut, scheitert dies heute an den hohen Sicherheitsbestimmungen und der regelmäßigen Überprüfung. „Zugelassene Bausätze für die Geräte sind jedoch sehr teuer, und da stoßen wir an unsere Grenzen“, führte Dietrich weiter an.
Am Sonntag, 19. August, feiert der Heimatverein und damit der Märchenwald das 50-jährige Jubiläum. Dieser runde Geburtstag soll mit einem großen Fest auf dem Spielgelände gewürdigt werden. Bis dahin bleibt für die aktiven Mitglieder jedoch jede Menge Arbeit. Hauptsorgenkind ist die „Arche Noah“. Das mächtige Spielschiff ist stark angegriffen. Es steht neben vielen anderen Figuren und Geräten als Symbol für den Märchenwald und kann nicht mehr ausreichend repariert werden. Ein notwendiger Bausatz für die Reparatur würde das Budget des Heimatvereins sprengen. Ergebnis des Gesprächs: Der Heimatverein überlegt, ob er das Jubiläum unter das Motto „Arche Noah“ stellt und dabei Spenden für die Sanierung des Spielschiffs und die anderen Spielgeräte sammelt.
Doch schon im Vorfeld des 50-jährigen Jubiläums ist der Verein auf finanzielle oder materielle Unterstützung dringend angewiesen. Neue freiwillige Helfer und Sponsoren sind gerne willkommen. Eine außergewöhnliche Einnahmequelle bietet sich am Mittwoch, 29. Februar, in der Filiale einer Drogeriekette in der Limburger Werkstadt. Dort wird Anja Dietrich von 11 bis 11.30 Uhr an der Kasse sitzen. Alle Einnahmen in diesem Zeitraum fließen in die Kasse des Heimatverein und kommen dem Märchenwald zugute. Wer den Heimatverein Burgschwalbach unterstützen möchte, kann sich bei der Vorsitzenden Anja Dietrich unter Tel. 06430/928 114 über die Arbeit und die anstehenden Projekte informieren.












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