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  • Neustadt an der WeinstraßeKultwein aus dem Keschdebusch

    Neustadt an der Weinstraße. Wenn von steilen Weinlagen die Rede ist, denkt man zuerst an die Weinbaugebiete Mosel oder Ahr. Aber Steillagen gibt es auch in der Pfalz. Der Bad Dürkheimer Winzer Bernd Pflüger zum Beispiel pflegt im Dürkheimer Michelsberg und im Ungsteiner Herrenberg mehr als einen Hektar umfassende Steillagen.

    Auf den nach Südosten und Südwesten ausgerichteten Steillagen wachsen vor allem auf Kalkmergelboden alte Rieslingreben, die bis zu 45 Jahre alt sind und einen ganz besonderen Wein hervorbringen.

    Westlich der „Deutschen Weinstraße“, die das Weinbaugebiet Pfalz durchzieht, liegen traditionell die wertvollsten Pfälzer Weinberge. Es sind meist sanft ansteigende Hanglagen, die im Westen vom Pfälzerwald begrenzt sind. Bei Birkweiler, Leinsweiler oder Eschbach im Landkreis Südliche Weinstraße, bei Bad Dürkheim, bei Ungstein oder im Zellertal gibt es immer noch oder wieder Weinberge mit extremer Hangneigung. Insgesamt existieren in der Pfalz etwa zwei Dutzend solcher Weingärten. Mehr als 20 Hektar dieser Steillagen, Weinberge mit einer mindestens 30-prozentigen Steigung, sind im Weinlagenkataster für die Pfalz erfasst.

    Es ist vor allem dem Idealismus einiger Winzer zu verdanken, dass manche Steillagen immer noch gepflegt und andere, bereits verwilderte Flächen wieder rekultiviert werden. Dazu gehört zum Beispiel der mit Riesling bestockte Weinberg in der St. Martiner Steillage Wingertsberg, in dem Winzer Dominik Sona biodynamisch arbeitet. Verlässt man das pfälzische Weinland in Richtung Pirmasens, so erhebt sich links der Bundesstraße eine der besten Lagen der Südpfalz, der Kastanienbusch.

    Diese Lage auf etwa 300 Meter Höhe bewirtschaften Winzer aus Birkweiler und benachbarten Weinorten. Einige große Gewächse kommen aus dem „Keschdebusch“, dessen Steillagenfläche mehr als sieben Hektar beträgt. In der Lage Albersweiler Latt stehen seit 60 Jahren Gewürztraminerstöcke. Hier wird noch die alte Pergola-Erziehung gepflegt. Und der Traminer aus diesem unwegsamen Gelände gilt als Kultwein.

    Die fünf Jungwinzer der Südpfalz-Connexion haben einen längst aufgegebenen, ebenso steilen wie steinigen Spätburgunder-Weinberg bei Gräfenhausen wieder angelegt und lassen die große Burgundertradition des kleinen Weinorts bei Annweiler wieder aufleben.

    Informationen gibt es bei der Pfalz-Touristik, Martin-Luther-Straße 69, Neustadt an der Weinstraße, Telefon 06321/391 60. Weitere Ausflugstipps gibt unter www.gastlandschaften.de/pfalz.

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