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  • Folge 958 Das Bad Emser Bergbaumuseum überrascht mit außergewöhnlichen Exponaten

    Grubenlampen, Atzel und das Strafbuch im Bad Emser Bergbaumuseum entdecken

    Bad Ems. Die Kurstadt Bad Ems an der Lahn verbindet sich mit heilenden Quellen, den Emser Pastillen und einer interessanten Historie. Zu dieser gehört auch eine weniger bekannte Bergbautradition, die seit rund zwanzig Jahren im Emser Bergbaumuseum vom Verein „Arbeitsgemeinschaft Bahnen und Bergbau“ (AGBB) gepflegt wird.

    Allerhand Utensilien für den Bergbau gibt es im Bad Emser Museum zu entdecken.  Foto: Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems
    Allerhand Utensilien für den Bergbau gibt es im Bad Emser Museum zu entdecken. 
    Foto: Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems

    Mit viel Engagement bauen seine Mitglieder die Sammlung auf, restaurieren Geräte und laden zu bergbauhistorischen Wanderungen ein. Das Emser Bergbaumuseum befindet sich im ehemaligen Steigerhaus der Emser Bleihütte. Bevor das Museum einzog, wurde das 1853 erbaute Bruchsteingebäude komplett saniert und umgestaltet. Auf dem Außengelände sind verschiedene Bergbaumaschinen und auf einer Gleisanlage Fahrzeuge aus dem Gruben- und Feldbahnbereich des Rhein-Lahn-Kreises zu sehen. Dem Museum ist das „Emser Bergbauarchiv“ angeschlossen.

    Im Museum hängt eine Urkunde aus dem Jahr 1158 an der Wand, die der erste schriftliche Beleg für den Bergbau in Bad Ems ist. Zu den Exponaten gehören Fundstücke aus einem alten Stollen, zum Beispiel Öllampen, eine alte Emser Mineralwasserflasche als Lampenölbehälter und die Reste einer historischen Schubkarre, mit der man das Erz aus den Stollen transportierte. Die Phase des industriellen Bergbaus dokumentieren persönliche Papiere Emser Bergleute, ein originaler Förderwagen mit Haldenerz, Karbid-Grubenlampen, eine Paradeuniform des Obersteigers und ein Bergmannsklo, die sogenannte „Atzel“. Grubenpläne verdeutlichen die Ausdehnung der Stollen und Schächte. Auch das Strafbuch der Aufbereitung Silberau liegt aus. Wer damals faulenzte oder seine Arbeit nicht korrekt ausführte, wurde mit empfindlichen Strafen bis zu einem ganzen Tageslohn belegt. Im Museum gibt es auch ein Mineralienkabinett mit Stücken aus alten Sammlungen. Schwerpunkt ist Bad Ems und Umgebung, aber auch angrenzende Reviere wie zum Beispiel das Siegerland oder der Moselbereich sind einbezogen. Das Emser Bergbaumuseum in der Emser Hütte 13, 56130 Bad Ems ist von März bis Oktober sonntags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei.

    Weitere Infos gibt es beim Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems, Bahnhofsplatz 1, Bad Ems, unter Telefon 02603/941 50. Ausflugstipps: www.gastlandschaften.de/ lahntal

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