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    DeuselbachEin neuer Urwald entsteht im Nationalpark

    Die Hangmoore im Hunsrück werden seit Alters her „Brücher“ genannt. Mit den weiträumigen Buchenwäldern und den steilen Rosselhalden gehören sie zu den Schätzen des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Im jüngsten Nationalpark Deutschlands beginnt rund um den Erbeskopf auf einer Fläche von gut 100 Quadratkilometern die Entstehung eines neuen Urwalds.

    Umgestürzte Bäume und seltene Pflanzen gibt es im Hangmoor am Erbeskopf zu sehen. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus/Heidrun Braun
    Umgestürzte Bäume und seltene Pflanzen gibt es im Hangmoor am Erbeskopf zu sehen.
    Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus/Heidrun Braun

    Den Erbeskopf umgeben mehrere Hangbrücher. Sie heißen Ehlesbruch, Langbruch, Backofenbruch, Grenzerbruch, Säubruch, Krempertsbruch und Thranenbruch und entstanden in der Zeit des älteren Subatlantikums vor rund 3000 Jahren. Noch bis in das 18. Jahrhundert hinein waren die Quarzitrücken des Hunsrücks mit einer Vielzahl von Quell- oder Hangmooren umgeben, die begünstigt durch das niederschlags- und nebelreiche kühle Klima und die besonderen Eigenschaften von Boden und Gestein über Jahrtausende entstanden. Dann wurden die kleinen Moore entwässert und mit Fichten aufgeforstet, um dem Wald einen höheren wirtschaftlichen Ertrag zu entlocken. Im Osburger Hochwald wurde mit dem Weyrichsbruch schon Ende der 1960er-Jahre damit begonnen, eine fast sieben Hektar große Fläche zu renaturieren. Ein Knüppeldamm führt seitdem durch den Weyrichsbruch. Er ist Teil des Saar-Hunsrück-Steigs und des Rösterkopf-Rundwanderweges. In diesem Teil des Hochwaldes ist die Schichtung von Quarzitgestein bis zu 1000 Meter tief. In den Hohlräumen des Gesteins sammelt sich das Grundwasser und sprudelt aus vielen kleinen Quellen. Knorrige, halb umgebrochene Bäume, weite Grasflächen, Farne und bunte Moose kennzeichnen die Moore, die vor allem für selten gewordene Pflanzen wie die immergrüne Moosbeere, Sonnentau und Wollgras gute Wachstumsbedingungen schaffen.

    An jedem Freitag beginnt am Rangertreff Hunsrückhaus am Erbeskopf, Hilscheid, um 14 Uhr eine geführte Wanderung zu den Naturwaldparzellen Gottlob und Springenkopf. Diese zeigen schon jetzt, wie es in weiten Bereichen des Nationalparks einmal aussehen wird. Vorbei am Langbruch, einem typischen Hangmoor, führt der Weg zum höchsten Punkt des Nationalparks mit Ausblick von der Aussichtsplattform „Windklang“. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Informationen: Hunsrück-Touristik GmbH, Gebäude 663, Hahn-Flughafen, Telefon 06543/507700. Weitere Ausflugstipps gibt es unter www. gastlandschaften.de/hunsrueck

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