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Walporzheimer Jecken lassen das Festzelt beben

Walporzheim - Kein leeres Versprechen: Die Walporzheimer Jecken ließen bei ihrer Punksitzung mit einem brillianten Bühnenprogramm das Festzelt beben. Höhepunkt war die Inthronisation des neuen Prinzenpaares.

Mary I. (Schief) und Stefan I. (Jacobs) regieren das Narrenvolk in Walporzheim.
Hans-Jürgen Vollrath

Mit der Inthronisation der neuen Walporzheimer Tollitäten, dem Prinzenpaar Mary I. (Schief) und Stefan I. (Jacobs) fand die Proklamations-Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft (KG) Bunte Kuh Walporzheim zu später Stunde ihren krönenden Abschluss. Im vollbesetzten und gut geheizten Festzelt erlebten die Gäste ein mehrstündiges karnevalistisches Programm. Die scheidende Prinzessin Heike I. (Kremer) trat an diesem Abend zum letzten Mal im rot-weißen Ornat auf, ebenso wie das Kinderprinzenpaar Alicia und Niklas.

Gleich zu Beginn versprach Sitzungspräsident Guido Schwipperich: „Wir lassen heute Abend das Zelt beben!“. Kein leeres Versprechen, wie die folgenden Stunden bewiesen. Dass sich Techno-Musik und traditioneller Gardetanz bestens verstehen und sich zu einer fetzigen Bühnenshow kombinieren lassen zeigten die Kinderfunken, die ihre Darbietung unter Anleitung von Judith und Nicole Schüller einstudiert hatten.

Nach seiner gelungenen Premiere im vergangenen Jahr trat Stefan Jacobs zum zweiten Mal in die Walporzheimer Bütt. Diesmal als „Buffetfreund“, der jede Einladung annimmt und nichts so sehr fürchtet wie zu klein geratene Teller. Ein paar Plastiktüten hat der Partygänger immer dabei, denn „solch gute Sachen soll man nicht verkommen lassen.“ Nach einer Tanz-Zugabe im aufblasbaren Fat-Suit war ihm eine Rakete sicher.

Aus Dransdorf war das Prinzenpaar Peter III. und Bettina I. angereist und hatte die Prinzengarde blau-weiß mitgebracht. Die Herren tanzten schmissige Formationen, schoben und hoben ihr Tanzmariechen, das zwar sorgfältig rasiert und mit blonden Zöpfen und Spitzenhöschen ausgestattet war, aber trotzdem jeglichen weiblichen Charme vermissen ließ.

Andreas Marquard überzeugte in seiner Rolle als Trunkenbold als er sich vorstellte als „Günther, ein armer Deufel ohne Führerschein“. Dabei konnte er dem Leben ohne Lappen durchaus positive Seiten abgewinnen. Die Walbeze Möhnen, in rassigen Kleidern à la Carmen, tanzten zu spanischen Rhythmen. Ihre gut aussehenden, glutäugigen und willigen Tanzpartner hatten sie sich selber gebastelt beziehungsweis. aufgeblasen. Seit drei Jahren werden die Möhnen von Anneliese Chatenay trainiert. Herbert Medler und Karl Knieps schlenderten als Zigarren paffende sizilianische Mafiosi auf die Bühne und grüßten im Publikum die „gute Kollege von die Bank, die Winzerverein und alle, die arbeiten für uns".

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