Remagen wehrt sich gegen Rechtsextreme
Remagen - In der Sitzung diesen Montag geht der Stadtrat Remagen weiter gegen Rechtsextremismus vor (Beginn: 17 Uhr im Foyer der Rheinhalle). Die Stadt ist bekanntlich eifrig dabei, das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" umzusetzen (wir berichteten). Ein noch zu entwerfender Lokaler Aktionsplan (LAP) soll jetzt dabei helfen: Indem gemeinsame Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus entwickelt werden, für mehr Toleranz geworben, ein stärkeres Demokratieverständnis vermittelt und so eine stärkere soziale Integration erreicht wird. In der Sitzung wird der Stadtrat den aktuellen Entwurf für den LAP besprechen. Außerdem soll ein 20-köpfiger Begleitausschuss benannt werden.
Ein Bestandteil des LAP ist die Situations- und Ressourcenanalyse durch das Forum für soziale Innovation aus Solingen. "Ziel dieser Studie ist es, einen Überblick über Situation und Ressourcen in Remagen im Zusammenhang mit bürgerschaftlichem Engagement für Demokratie und Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu gewinnen", erklärt Bürgermeister Herbert Georgi. Die Analyse und die daraus abzuleitenden Vorschläge für Handlungsstrategien werden als Grundlage für die Erstellung des LAP und für die Strategieentwicklung im weiteren Verlauf der Programmbeteiligung dienen.
Bereits Anfang Juni fanden Workshops zu den Themen "Rechtsextremismus", "Bildungs- und Aufklärungsarbeit", "Vernetzung" und "Integration" statt. Die Ergebnisse wurden aktuell in die Zielformulierungen eingearbeitet. Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe damit, den umfangreichen Entwurf enger zu fassen.
Die Richtlinien des Förderprogramms sehen zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans die Einrichtung eines Begleitausschusses vor. Dieser Ausschuss soll sich aus Vertretern der Bevölkerung und staatlichen Einrichtungen zusammensetzen und über die zu fördernden Projekte entscheiden. Zu den rund 20 Mitgliedern des Begleitausschusses sollen die Mitglieder der Steuerungsgruppe zählen. Die Sitzungen des Begleitausschusses sollen öffentlich sein, sodass auch weiterhin alle Interessierten daran teilnehmen können.
Von unserem Mitarbeiter Andreas Wetzlar












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