Nürburgring: Ferrari-Shop macht dicht
Nürburg - Der Nürburgring liefert weiterhin keine guten Nachrichten: Diesmal sind der Boulevard und das Eifeldorf "Grüne Hölle" im Fokus.Der Ferrari-Shop schließt, und im Eifeldorf müssen Öffnungszeiten und Personalausstattung "Ende der Saison angepasst werden", wie Karl-Josef Schmidt sagt, in der Automotive-Geschäftsführung für das Tagesgeschäft zuständig. Immerhin kündigt die Automotive - allerdings zum wiederholten Mal - an, dass der RingRacer bald starten soll.
Das Eifeldorf demnächst nur noch bei Veranstaltungen offen, Entlassungen? Darauf angesprochen sagt Automative-Geschäftsführer Schmidt: "Das Geschäft des Nürburgrings ist in seinem Auslastungsgrad saisonabhängig und damit erheblichen Schwankungen unterworfen." Gerade im gastronomischen Bereich seien "Anpassungen üblich". Die "Anpassung" im Eifeldorf seien eine Konsequenz aus "den Erfahrungen des ersten Geschäftsjahres (Mai 2010 bis April 2011) und der stets in Überarbeitung befindlichen Planung".
Wie genau die Reaktion auf "diese erheblichen Schwankungen" ausfällt, dazu wollte sich Schmidt nicht äußern: "Umfang und Durchführung dieser im Interesse des Gesamtunternehmens notwendigen Maßnahme werden nicht öffentlich erörtert." Erst kürzlich war die Bar-Leiterin des Adenauer Traditions-Hotels "Blaue Ecke" in die Grüne Hölle gewechselt. Die stellvertretende Küchenchefin des Hotels wird ihr Anfang Oktober an den Ring folgen. "Es wurde aber keine der beiden abgeworben", wie Andrea Thelen, Geschäftsführerin der Blauen Ecke, auf Anfrage unserer Zeitung sagte.
Der Ferrari-Shop im Ring-Boulevard indes wird sehr wahrscheinlich schließen - wohl spätestens bis Ende dieses Jahres. Das sagte Michael Zender, Junior-Chef des Autohauses Zender in Mülheim-Kärlich, auf Anfrage unserer Zeitung und bestätigte damit einen Text des Bloggers Mike Frison. Im Juli 2009 eröffnete der Shop im Ring-Boulevard. "Wir waren also von Anfang an dabei", sagt Michael Zender, Juniorchef des Autohauses. Doch die "schlechten Besucherzahlen des Nürburgrings" hätten die Erwartungen des Autohauses von Anfang an nicht erfüllt. Zender: "Wir wollten mit unserem Shop am Nürburgring Geld verdienen und keine Präsentationsstelle eröffnen."
Bei der Vorstellung des Konzepts durch die Ring-Betreiber Ende Oktober 2008 sei er noch vollkommen überzeugt vom umgebauten Nürburgring gewesen: "Es sollten ja 4,1 Millionen Besucher jährlich kommen. Diese Zahl wurde uns damals jedenfalls präsentiert." Ordentlich seien die Verkaufszahlen im Ferrari-Shop nur bei hochwertigen Motorsport-Veranstaltungen: bei der Formel 1, der DTM und dem Oldtimer-Grand-Prix. Für seine neue Location schaut sich Zender in einer deutschen Großstadt um: in Berlin, Düsseldorf, Köln oder andernorts.












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