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Formel 1 2013 am Nürburgring? - Im Kalender steht nur "Deutschland"

Nürburgring - Das Geduldsspiel um das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring geht weiter. Der Weltverband bestätigte am Freitag zwar das Datum für das Deutschland-Rennen 2013, nicht aber den Gastgeber.

Zwei "Ring-Racer": Bei der Achterbahn glaubt kaum jemand, dass sie dort kommendes Jahr fährt, bei den Formel 1-Boliden ist es weiter fraglich. 
dpa

Der Große Preis von Deutschland wurde vom Motorsport-Weltrat der FIA am Freitag zwar in den vorläufigen Rennkalender für die Saison 2013 aufgenommen, den Austragungsort benannte das Gremium jedoch nicht.

Wegen der Insolvenz der Nürburgring GmbH können die Streckenbetreiber kein Antrittsgeld mehr für die Königsklasse zahlen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte aber mehrfach betont, die Traditionsstrecke in der Eifel im Kalender halten zu wollen.

Ersatzkandidat wäre der Hockenheimring. Der Nürburgring hatte sich in den vergangenen Jahren mit Hockenheim als Gastgeber des deutschen Grand Prix abgewechselt und wäre im kommenden Jahr wieder an der Reihe.

Das Deutschland-Rennen wurde von der FIA für den 14. Juli angesetzt. Insgesamt hat die nächste Saison erneut 20 Rennen. Den Auftakt soll Australien am 17. März machen. Das Finale findet am 24. November in Brasilien statt. Noch unsicher ist, ob es 2013 anstelle des WM-Laufs in Valencia wie geplant ein zweites USA-Rennen geben wird. Zuletzt waren Differenzen zwischen Ecclestone und den Organisatoren des Grand Prix in New Jersey vor den Toren New York bekanntgeworden. Ecclestone hatte erklärt, New Jersey besitze derzeit keinen gültigen Vertrag mehr für das Rennen.

Auch der Nürburgring muss noch mit dem Chefvermarkter um einen neuen Kontrakt feilschen. "Wir führen Gespräche. Da müssten wir ganz von vorn anfangen", sagte Ecclestone in dieser Woche der "Financial Times Deutschland". Als Kompromiss könnte der Brite auf die Startgebühren verzichten, stattdessen selbst als Veranstalter auftreten und die kompletten Einnahmen behalten.

Besteht Ecclestone jedoch auf dem Antrittsgeld, wäre der Nürburgring wohl aus dem Rennen. 2011 hatte das Land Rheinland-Pfalz noch gut 13 Millionen Euro für den Grand Prix beigesteuert. Vor kurzem hatte die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH Insolvenz angemeldet. Dennoch zeigten sich die Streckenbetreiber immer zuversichtlich, das Rennen retten zu können. Sollte dies nicht gelingen, könnte der Hockenheimring einspringen. Allerdings ist unklar, ob die Betreiber der badischen Strecke finanziell dazu in der Lage sind.

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