Bahnlärm am Rhein: Protest findet Widerhall
Rhein - Der Bahnlärm bringt die Anlieger am Rhein schon lange auf die Barrikaden. Nun stellen sich auch die CDU-Bundestagsabgeordneten hinter den Protest. Gleichzeitig machen sie Hoffnung, dass sich das Augenmekr des Verkehrsministeriums künftig verstärkt auf den Rhein richtet.
Die Proteste der Kreise und Kommunen in der Region Mittelrhein gegen die Lärmbelästigung durch den Güterverkehr bekommen Rückendeckung aus der Bundespolitik. „Wir drängen auf eine Verminderung des Bahnlärms, der an vielen Streckenabschnitten in den Wahlkreisen entlang des Rheins gravierende Einschränkungen der Lebensqualität mit sich bringt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der CDU-Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil, Ute Granold, Peter Bleser, Michael Fuchs und Erwin Rüddel., deren Wahlkreise direkt an die viel befahrene Güterstrecke am Mittelrhein grenzen.
Rüddel (Kreis Neuwied) begrüßt die Bündelung der Aktivitäten der Bürgerinitiativen und die geplante Demonstration am 7. Mai in Rüdesheim. „Es ist gut, wenn jetzt auch die Städte und Landkreise die Arbeit der CDU-MdBs unterstützen“, findet Rüddel. Die Abgeordneten verweisen auf die kürzliche Übergabe von zwei Förderbescheiden in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro für das Pilotprojekt „Leiser Rhein“ durch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die damit verbundene Ausrüstung von 1250 Güterwaggons mit lärmmindernder Bremstechnik. Nach Ansicht der Parlamentarier muss die weitere Umrüstung von Güterwaggons auf sogenannte „Flüsterbremsen“ Vorrang haben. Auch der Einbau von schwingungsdämpfenden Systemen müsse weiter vorangetrieben werden. Parallel dazu gelte es, begonnene aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecke weiter fortzuführen. Fördermittel beim Austausch der Fenster und Schallschutzwände sollen der Bevölkerung helfen, mit dem bestehenden Bahnlärm besser fertig zu werden. „Noch bestehende Lücken gilt es zügig zu schließen“, fordern die Abgeordneten.
Für das Pilot- und Innovationsprogramm „Leiser Güterverkehr“ stehen insgesamt bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Mitteln aus diesem Programm können im Rahmen des Pilotprojekts „Leiser Rhein“ bis zum Jahr 2012 bis zu 5000 Güterwagen mit lärmmindernder Bremstechnik ausgestattet werden. Aus dem Konjunkturpaket II stehen insgesamt 100 Millionen Euro für über 40 innovative Maßnahmen bereit. Die Mittel dienen der Erprobung und dem Einsatz von innovativen Techniken zum Lärm- und Erschütterungsschutz am Fahrwerk, zum Beispiel Schienenstegbedämpfer, Brückenabsorber und niedrige Schallschutzwände, wobei das Mittelrheintal mit mehreren Erprobungsabschnitten Berücksichtigung findet.












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