Staatsanwalt prüft Untreue-Verdacht
Meisenheim/Bad Kreuznach - Nun befasst sich auch die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach mit der Meisenheimer Freibadaffäre. In dieser Sache liege eine Strafanzeige vor, bestätigte am Mittwoch der Leitende Oberstaatsanwalt, Michael Brandt. Es wird geprüft, ob Untreue besteht.
Unterdessen stellte Dietmar Kron für die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Meisenheim bei der Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung Bad Kreuznach einen Antrag auf Einleitung eines Dienstordnungsverfahrens gegen den Bürgermeister der VG Meisenheim, Alfons Schneider (CDU). Das Rechnungsprüfungsamt hatte Verstöße gegen die Gemeindeordnung bei der Modernisierung des Schwimmbades festgestellt.
Rückblick: Während der Sanierung des Freibades waren die Kosten um 600 000 Euro auf 2,4 Millionen Euro gestiegen. Der Verbandsgemeinderat wurde vom Bürgermeister weder darüber informiert, noch hatte der Rat die dafür notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Verteuerung wurde erst nach Schneiders Wiederwahl bekannt.
Dietmar Kron forderte Anfang Februar den Bürgermeister in einer dramatischen Sitzung des Rates zum Rücktritt auf. Der Bürgermeister nannte dies „Populismus“, räumte zwar Fehler ein, will aber weitermachen.
Von unserem Redakteur Klaus Dietrich














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