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Ein Schnuller für Robbie Williams - Rund 1000 Fans jubeln dem Weltstar in Bad Kreuznach zu

Bad Kreuznach - Freitagabend, 17.19 Uhr, in Bad Kreuznach: Er ist da. Robbie Williams, Sänger, Weltstar, Frauenschwarm, steigt in der Hospitalgasse aus einem schwarzen Van und biegt in die Kreuzstraße ein. Vor ihm: Rund 100 Meter Fußweg zum Antenne-Funkhaus, wo der Brite den Studiobesuch einlöst, den der regionale Radiosender mit ihm gewonnen hat.

Auf der gegenüberliegenden Seite stehen gut 500 Fans, die schreiend Kameras und Fotohandys hochhalten. Sie hoffen, dass er wenigstens kurz zu ihnen rüberkommt. Doch Williams wird von den Sicherheitskräften abgeschirmt und schlendert locker, lässig weiter. Zwischendurch winkt er mal kurz. Autogramme gibt's keine. Nur ein paar schnelle Bilder für die Presse vorm Funkhaus-Eingang. Das war's. Fürs Erste. Im Sender plaudert er bei einer Tafel Schokolade 20 Minuten lang über sein neues Album, kürt Lady Gaga und Pink zu den neuen „Popqueens“ und Madonna zur „Oma des Pop“. „Liebevoll gemeint natürlich“, schiebt er hinterher

Liebevoll wird's auch, als es um seine drei Monate alte Tochter Theodora Rose geht. „Sie ist so ein entspanntes Baby. Ich will auf jeden Fall noch zwei, drei weitere Kinder.“ Anschließend singt er zwei Titel, begleitet mit der Akustikgitarre – unter anderem auch seinen Hit „Candy“. Danach gibt's noch ein schnelles Gruppenbild mit dem Antenne-Team. Dabei nimmt er spontan Antenne-Geschäftsführerin Doreen Gesierich in den Arm. Die schwärmt: „Wahnsinn, der ist so gut drauf.“ Unten in der Kreuzstraße werden derweil Wunderkerzen angezündet. Trotz der Kälte ist die Stimmung prächtig. Kein Gedränge, das Sicherheitskonzept geht auf. Auch, weil die Fans in Blöcken von 20er-Gruppen nacheinander in die Kernzone gelassen wurden, überall noch großzügige Lücken sind.

Und alle hoffen: Vielleicht erfüllt Robbie ja doch noch Autogrammwünsche, wenn er wieder rauskommt. Er tut ihnen den Gefallen, ist auf dem Rückweg sichtlich entspannter als bei der Ankunft. Jetzt schreibt er Autogramme, schüttelt Hände, lässt sogar Fotos mit sich machen. Die Fans sind versöhnt.
Wenige Momente später ist Robbie Williams wieder im Van verschwunden, das Spektakel nach 45 Minuten vorbei – und selbst Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer ist hin und weg. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, dem Weltstar einen Bad-Kreuznach-Schnuller zu überreichen. „Hat geklappt“, sagt sie und lacht. Viel wichtiger ist ihr aber, dass es ruhig und geordnet geblieben ist. Kurze Nachfrage bei Polizei und Rettungsdiensten. Die Bilanz: 500 Fans in der Kernzone, 500 drumherum, kein einziger Zwischenfall.

Stephan Brust

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