Mit Sarg geht nicht: Bahn wirft Gothics aus Bad Ems aus dem Zug
Bad Ems/Kassel - Zwei in Bad Ems wohnende Männer aus der Gothic-Szene sind mit einem Holzsarg Zug gefahren. Etliche besorgte Reisende hatten sich am ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe beim Service-Point der Deutschen Bahn gemeldet.
Mehrere daraufhin zur Unterstützung gerufene Bundespolizisten waren zwar von dem Sarg überrascht, konnten aber keine Anhaltspunkte für eine Gefahr oder Straftat feststellen.
Die 21 und 25 Jahre alten Männer mit langen schwarzen Mänteln hatten angegeben, den Eichensarg zu Dekorationszwecken gekauft zu haben. Sie wollten ihn mit der Bahn zu ihrer Wohnung in Bad Ems bringen.
Die Bahn ließ die beiden Bad Emser dennoch nicht mit dem Sarg weiterfahren, weil sich - so die Bundespolizei - bei der Fahrscheinkontrolle herausgestellt habe, dass der Holzsarg zu groß für einen Personenzug war.
In der aktuellen Fassung der Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn heißt es dazu: "Neben Handgepäck darf der Reisende ein Stück Traglast mit sich führen. Traglasten sind Gegenstände, die - ohne Handgepäck zu sein - von einer Person getragen werden können."
Die beiden Männer unternahmen keine Versuche in diese Richtung, den Sarg wollten sie aber auch nicht zurücklassen und mussten deshalb in Wabern aussteigen. Ob das Duo dann von Wabern aus per Anhalter weitergereist ist, wurde nicht bekannt.












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